„Bushaltestelle“ hilft Demenzkranken

Hanau
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Kaum aufgestellt, nutzten die ersten Bewohnerinnen und Bewohner des Altenhilfezentrums Bernhard Eberhard in Hanau schon die neu entstandene "Bushaltestelle".

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Die sieht mit Ruhebank und altem gelb-grünen Schild der Hanauer Straßenbahn (HSB) samt ausgehängtem Fahrplan einer Buslinie zwar wie eine Haltestelle aus – ist sie aber nicht. Sie befindet sich nicht im Freien, sondern in einem Flur der Senioreneinrichtung. Und sie wird komplettiert mit einem großen Schwarzweiß-Foto von der tatsächlichen Hanauer Straßenbahn in einer Altstadtstraße aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HSB) hat die neue Ruhebank gestiftet und die HSB das weitere Haltestelleninventar. Stadtrat Thomas Morlock gewann beim Besuch der Indoor-Bushaltestelle rasch den Eindruck, dass sie auch dank der Grünpflanze beruhigend wirke. Das bestätigte Einrichtungsleiterin Karina Feldmann: Hier könnten sich die Menschen treffen, schwätzen und den Eindruck gewinnen, sie warteten auf ihren Bus. "Unsere Menschen mit Demenz sind häufig noch in ihrem früheren Alltag und möchten sich auf den Weg nach Hause machen oder jemanden in Bruchköbel besuchen. Die Haltestelle hilft ihnen sich zu sammeln, beruhigt sie und gibt uns die Möglichkeit, adäquat und in ihrer Welt zu reagieren."

Feldmann bedankte sich bei Morlock für die städtische Unterstützung. Für die HIS-Beschäftigten war das eine neue Erfahrung: eine Ruhebank nicht im Park oder auf der Straße aufzustellen, sondern quasi in einem Wohnzimmer.

Foto: Einrichtungsleiterin Karina Feldmann (links) und Stadtrat Thomas Morlock haben es sich auf der Ruhebank gemütlich gemacht.

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