Stadt arbeitet an „Plan für den Neustart“

Hanau
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"Seit Wochen werden von Bund und Land vollmundig finanzielle Hilfen für Handel und Gastronomie angekündigt – bei vielen Betroffenen sind sie aber bis heute nicht angekommen. Das ist sehr problematisch, denn es geht bei vielen schlicht und ergreifend um die Existenz. Jede weitere Verzögerung kann das Aus bedeuten."

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Mit diesen Worten schließt sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) der Kritik von Verbänden und Händlern an, die eine dringende Reform der Corona-Überbrückungshilfen und eine schnellere Auszahlung fordern. Kaminsky: "Die Unternehmen, die weiterhin geschlossen bleiben müssen, brauchen dringend Geld, um ihre laufenden Kosten bezahlen zu können." Er begrüßt deshalb die jüngste Vereinbarung, dass die Überbrückungshilfen und die Auszahlung nun zügig überarbeitet werden sollen. Hanaus Oberbürgermeister hat in Gesprächen mit Händlern vielfach gehört, dass der Weg zu den Hilfsgeldern zudem kompliziert sei. "Die dringend notwendige Unterstützung darf nicht an ausufernder Bürokratie scheitern", mahnt Kaminsky. Es sei dringend notwendig, dass Wege gefunden würden, wie Einzelhandel und Gastronomie schnell und unmittelbar unter die Arme gegriffen werden könne.

"In Hanau haben wir deshalb frühzeitig eigene Maßnahmen entwickelt. Insbesondere unsere Grimmscheck-Aktion hat gezeigt, wie man ohne aufwändiges Antragsverfahren zielgerichtet Geld in die Kassen bringen kann. Wir haben mit der Aktion bei den rund 300 Grimmscheck-Partnern insgesamt einen Umsatz von mehr als 12 Millionen Euro angestoßen", bilanziert Kaminsky zu der Maßnahme, in deren Rahmen zwischen September und Dezember rund 150.000 Grimmschecks ausgegeben wurden. "Der Ansatz, dass wir Umsatz belohnen und damit weiteren Umsatz anregen, ist voll aufgegangen", so der OB. Inzwischen erkundigten sich diverse andere Städte nach dem Programm, das zuletzt auch von der Fachzeitschrift "Textilwirtschaft" in die "100 Mutmacher" aufgenommen wurde.

Die Grimmscheck-Aktion war Teil der insgesamt drei Hilfspakete, die die Hanauer Stadtverordnetenversammlung 2020 verabschiedet hatte. Zwar wurden nicht alle bereit gestellten Summen vollumfänglich ausgeschöpft, die Bilanz fällt aber durchweg positiv aus. "Ob Handel, Vereine oder soziale Initiativen – wir haben versucht, allen zu helfen. Und für die einzelnen Maßnahmen auch durchweg positive Rückmeldungen erhalten", zeigt sich Kaminsky zufrieden. Sein ausdrücklicher Dank gilt hierbei der Stadtverordnetenversammlung, die alle Hilfspakete parteiübergreifend mitgetragen habe. Kaminsky: "Das sind starke Zeichen."

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel kann diesen Eindruck bestätigen. In seinem Bereich Soziales hätten die Unterstützungen absolut gefruchtet. "Alle Initiativen und Vereine haben die für 2020 zugesagten Fördermittel in vollem Umfang erhalten, auch wenn die Leistungen Corona-bedingt nicht voll erbracht werden konnten oder in veränderter Form erfolgen mussten", sagt er. Zudem habe man mit den Mitteln aus den Hilfspaketen die digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken oder die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive aufstocken können. Besonders erfreut zeigt sich Weiss-Thiel, dass auch der Hanau Pass für einkommensschwache Menschen erheblich profitiert habe. "Wir haben die Anzahl der Hanau Pässe um mehr als 300 Prozent steigern können", nennt er eine beeindruckende Zahl. Im Rahmen der Grimmscheck-Aktion erhielten alle Hanau-Pass-Inhaber einen 20-Euro-Gutschein, was zu einer deutlichen Zunahme der Anträge führte: Innerhalb von drei Monaten wurden mehr als 1000 neue Hanau Pässe ausgestellt. "Mit dem Pass profitieren einkommensschwache Menschen bei vielen Angeboten der Stadt, zum Beispiel in den Schwimmbädern oder in den Museen", erklärt Weiss-Thiel. Mit Mitteln aus den Hilfspaketen habe man zudem die kostenlose Teilnahme an den Kursen der VHS Hanau ermöglicht.

Hanaus Oberbürgermeister stellt klar, dass man sich auf dem Erreichten nicht ausruhen werde. "Die Auswirkungen der Pandemie werden die betroffenen Bereiche noch monatelang begleiten, dementsprechend werden wir unsere Hilfsmaßnahmen fortsetzen", kündigt Kaminsky an. So sei zum Beispiel bei der Hanau Marketing GmbH für Handel und Gastronomie ein Programm unter dem Titel "Hanau handelt. Der Plan für den Neustart" in Arbeit. "Wir wollen uns beziehungsweise die Betroffenen dafür wappnen, wenn die Geschäfte wieder geöffnet werden dürfen", erläutert der Oberbürgermeister. Das Programm soll nach derzeitigem Stand Anfang Februar vorgestellt werden. Kaminsky: "Und angesichts des großen Erfolgs werden wir in diesem Kontext auch die Grimmscheck-Aktion wiederholen."

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