Entsetzen über das Ausmaß von Hass und Hetze

Hanau
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"Am 19. Februar 2020 wurde das Herz unserer Stadt nach dem rassistisch motivierten Attentat tief getroffen und hat unsere Stadt verändert. Wir haben uns über alle Parteigrenzen hinweg zum Ziel gesetzt weiterhin eine bunte, lebendige und vor allem offene Stadt zu bleiben und dafür stehen wir ein. Nicht zuletzt zeigt dies auch die Kampagne „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“, der sich viele Hanauerinnen und Hanauer angeschlossen haben. Solche Zeichen müssen von den Hanauerinnen und Hanauer gesetzt werden“, machen die Vertreter der Hanauer Christdemokraten Böhringer, Stamm und Hemsley deutlich.

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Umso fassungsloser sind die Christdemokraten angesichts der Drohungen und verbalen Angriffe gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert und dessen Familie. Die verbalen Angriffe sind völlig inakzeptabel und überschreiten Grenzen, macht Böhringer deutlich und hofft darauf, dass sich die Bedrohungslage für Kasseckert und dessen Familie schnell wieder entspannt.

"Wir alle haben nicht nur am Jahrestag des Anschlags mit den Hinterbliebenen getrauert, an Trauerfeiern teilgenommen und zum Zeichen gegen Gewalt und gegen das Vergessen einen Kranz am Heumarkt niedergelegt", so Fraktionsvorsitzende Isabelle Hemsley und Parteivorsitzender Joachim Stamm. Dieses Zeichen der Anteilnahme für Beleidigungen, Hass- und Hetzkommentare zu missbrauchen, sei ein falsches Signal. Die Christdemokraten appellieren an alle, "dass dieses sensible Thema nicht dazu führen darf, dass unser gutes und offenes Miteinander als Stadtgesellschaft gefährdet wird, oder gar zur Spaltung führt. Die Aussagen von Hagen Kopp, eines Vertreters der Initiative vom 19. Februar Hanau, dass es sich bei der Kranzniederlegung durch CDU-Vertreter am Jahrestag das Anschlags um Heuchelei gehandelt habe und die daraus resultierenden Schmähkommentare im Internet, zeigen jedoch einen bedenklichen Geist zur Spaltung".

"Wir dürfen niemals vergessen, was am 19. Februar in unserer Stadt passiert ist, wir dürfen uns aber auch nicht von Kräften treiben lassen, die sich in der Anonymität des Netzes in Sicherheit wiegen, sondern müssen diese mit aller Konsequenz strafrechtlich verfolgen", machen die Christdemokraten abschließend deutlich, dass weder Rassismus, noch Hass und Hetze in der Gesellschaft und in Hanau Platz haben: "Wir als Hanauer CDU werden uns mit allen Mitteln für das Miteinander und für Freiheitsrechte einsetzen und verurteilen den Shitstorm und die Hate-Speech in den sozialen Medien auf das Schärfste."

Tiefen Respekt zollt die CDU den Familien der Angehörigen, die angekündigt haben, Blumen und Bilder zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags bis zum 19. März – dem Jahrestag der Zerstörung Hanau im Zweiten Weltkrieg - vom Brüder-Grimm-Denkmal zu entfernen. In enger Abstimmung mit den Betroffenen müsse es nun darum gehen, einen geeigneten Standort für das geplante Gedenkmahnmal zu finden, um auch künftig würdevoll an die Opfer zu erinnern.

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