Comoedienhaus-Sanierung: Hahn fordert finanzielle Unterstützung des Landes

Hanau
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Der Hessische FDP-Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, der als Betreuungsabgeordneter auch für den Main-Kinzig-Kreis zuständig ist, hat die Sanierung des Comoedienhauses im Hanauer Wilhelmsbad nun auf die Agenda des Landtags gesetzt.

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Mit einer neunteiligen Kleinen Anfrage befragt Hahn die Landesregierung um die zuständigen Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) zu einer finanziellen Unterstützung des Sanierungsvorhabens. Stadt, Bund und diverse Spender haben ihre Kostenbeteiligung für die dringende Sanierung des Hanauer Comoedienhauses bereits zugesagt. Die finanzielle Unterstützung des Bundes in Höhe von rund 3,75 Millionen Euro wurde allerdings daran gebunden, dass sich auch das Land an den Kosten beteiligt. In einer vorangegangenen Stellungnahme des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst hieß es, dass sich das Land noch nicht festgelegt habe, aber die Maßnahmen konstruktiv begleiten wolle. Zur weiteren Konkretisierung hinsichtlich der finanziellen Beteiligung des Landes sei im nächsten Schritt ein Antrag der Stadt Hanau erforderlich.

„Die Hessische Landesregierung sträubt sich bisher offenbar vor einer klaren Finanzierungszusage. Das Haus hat für das kulturelle Leben auch über Hanau hinaus eine große Bedeutung. Dort fanden immer wieder viele Theater-, Konzert-, und Kleinkunstveranstaltungen für Jung und Alt statt. Nicht nur aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich die Landesregierung schnell und klar positioniert, sodass die Sanierungsmaßnahmen auch zeitnah beginnen können“, stellt der FDP-Politiker Hahn fest.

In seiner Kleinen Anfrage fragt er die Landesregierung nach deren Bewertung der historischen und kulturellen Bedeutung des Comoedienhauses und will wissen, seit wann der Landesregierung ein Sanierungsstau in diesem Anwesen bekannt ist. Die zentrale Frage lautet, inwiefern und in welcher Höhe das Land Hessen grundsätzlich bereit ist, die Sanierung finanziell zu unterstützen und bis wann die Landesregierung hierzu eine Zu- oder Absage erteilen will. Die parlamentarische Initiative soll auch in Erfahrung bringen, wann die Stadt Hanau erstmals beim Land um Unterstützung für die Sanierungsmaßnahmen gebeten hat und ob mittlerweile schon ein dahingehender Antrag gestellt wurde und sogar über diesen schon entschieden wurde. Der FDP-Politiker fragt außerdem, wie die Landesregierung die Kofinanzierung auch im Hinblick auf die Zusagen des Bundes sicherstellen will und wie man sich künftig dafür einsetzen wolle, dass der Staatspark Hanau-Wilhelmsbad noch bekannter wird und wertvolle historische Bausubstanzen erhalten bleiben.

„Das Comoedienhaus hat eine große historische und kulturelle Bedeutung, weshalb ich mich klar für eine finanzielle Unterstützung des Landes ausspreche. Die Landesregierung sollte schnellstmöglich positive Signale für eine Kofinanzierung nach Hanau senden“, fordert der ehemalige Justizminister Jörg-Uwe Hahn abschließend.

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