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Stammt sie vom Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS), geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine aktuelle Meldung des HIS-Bereitschaftsdienstes. Der ist das ganze Jahr über täglich außerhalb der normalen Arbeitszeiten sowie über Wochenenden und Feiertage im Einsatz. Fünf Schichten mit einem Einsatzleiter und einem Bauhof-Helfer wechseln sich im Wochenrhythmus jeweils von Montag bis Montag ab. Sie sind zuständig für den öffentlichen Straßenraum und ergänzen die Rufbereitschaft des Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement   für städtische Gebäude.

"Die Daseinsvorsorge ist dank der städtischen Bereitschaftsdienste auch zu ungewohnten Zeiten gewährleistet", hebt Stadtrat Thoms Morlock hervor. Das gelte in ähnlicher Weise beispielsweise auch für die Stadtwerke und die Hanau Netz GmbH, um die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme rund um die Uhr zu sichern. Eine dieser nächtlichen Mitteilungen von HIS erfolgte beispielsweise in der Nacht vom 11. zum 12. März. Es ging um einen außergewöhnlichen Fall: HIS musste mit Warnbaken ausrücken und dort absichern, wo ein Stück Zaun auf dem sogenannten Kettenparkplatz am Schloss Philippsruhe herausgebrochen war – justament dort, wo in Richtung Main der tiefer liegende Burggraben folgt. Für dieses Loch hatte ein Autofahrer gesorgt, welcher die Einfriedung durchbrochen hatte. Die Feuerwehr musste den Eingeklemmten aus dem Auto befreien, das im Burggraben auf dem Dach liegend gelandet war.

Nicht immer sind die Gründe für das Ausrücken des Bereitschaftsdienstes so spektakulär wie im Fall am Kettenparkplatz. Jörg Herchenröder, Leiter der Abteilung Bauausführung und –überwachung, ist Koordinator der Bereitschaftsdienste und weiß aus eigener Erfahrung oder der von Kollegen beispielsweise von einer Wildschweinhorde zu berichten, die vor einigen Jahren in der Nähe der Justizgebäude Menschen verunsicherte. Seinerzeit sei flugs ein Bauzaun organisiert worden, um die Tiere am weiteren Vordringen Richtung Innenstadt zu hindern. "Als der dann stand, wurden sie glücklicherweise nicht mehr gesichtet und hatten sich wohl zurückgezogen – wohin auch immer", erinnert sich Herchenröder.

Alarmiert wurde der HIS-Bereitschaftsdienst auch einmal, als im Wald am Bismarckturm wild abgelagerte Plastiksäcke mit einer größeren Fleischmenge auftauchten. "Da nicht sicher war, von wem das Fleisch stammte, verplombte die Polizei die Säcke und unser Bauhof veranlasste Proben", weiß er zu berichten. Es stellte sich heraus, dass es sich um Schaffleisch handelte. "Herausfordernd" sei auch ein Einsatz während einer Vorstellung im Amphitheater gewesen. Denn die Besuchertoiletten waren verstopft und waren zu reinigen. "Die Besucherinnen und Besucher haben während der Vorstellung davon gar nichts mitbekommen, weil wir am Ende davon schon fertig waren", meint Herchenröder schmunzelnd.

Um verstopfte Abwasserkanäle gehe es häufig, wenn die HIS-Bereitschaft gerufen werde. Dabei gehe es meist um private Hausanschlüsse. In solchen Fällen helfe HIS aus Kulanz, "denn eigentlich ist das Privatsache", so der HIS-Fachmann weiter.  Ebenfalls die Kanalisation sei betroffen, wenn die Polizei gestohlene   Schachtdeckel oder Ablaufgitter im Straßenbereich melde. "Diese Teile sind oft aus Gusseisen und werden wegen des Metallwerts zum Diebesgut", mutmaßt Herchenröder als Ursache. Gefährlich werden kann es im Straßenverkehr auch, wenn Bauschuttcontainer mangels ausreichender Warnbeleuchtung nachts nicht ordnungsgemäß abgesichert sind. Muss HIS infolgedessen ausrücken, erhielten nachher die dafür verantwortlichen Containerdienste die entsprechende Rechnung. In Zeiten zunehmender Stürme häufen sich Einsätze mit Baumschäden. "Die Feuerwehr fällt die Bäume im Gefahrenfall, wir sperren die Straße ab und nehmen die gefällten Bäume mit", beschreibt Herchenröder die Arbeitsteilung.

Für eventuell nötige Mithilfe hat der HIS-Bereitschaftsdienst eine Liste mit Telefonnummern von Ordnungs- und Brandschutzamt, Stadtwerken und Netzgesellschaft, Leitstelle der Hanauer Straßenbahn, Polizeistationen, Zentraler Rettungsleitstelle, Kanalreinigungs- und Umweltdiensten sowie einiger Hausmeister. Die Feuerwehr sei außer Polizei und Stadtpolizei die Institution, die den HIS-Bereitschaftsdienst am häufigsten um Hilfe bitte. Wenn nachts nicht gleich Abhilfe zu schaffen sei, verdeutlicht er weiter, dann gelte es erst einmal den betroffenen öffentlichen Raum abzusperren, um Unfallgefahren zu mindern. Dann folge am nächsten Tag der Einsatz von HIS mit mehr Kräften als nur den beiden vom Bereitschaftsdienst. Ähnlich verhielt es sich vor Jahren, als Herchenröder nachts zur Steinheimer Brücke gerufen wurde. Dort hatte ein Tankschiff einen Motorschaden und sich infolgedessen quer zur Fahrrinne gestellt und damit den weiteren Verkehr auf dem Main blockiert. Die Polizei sperrte vorsichtshalben die Fahrbahnen auf der Brücke. Es bestand die Gefahr, dass das Tankschiff Brückenpfeiler beschädigte hatte, weil es gegen diese geprallt war. "Wir haben am Folgetag einen Gutachter hinzugezogen, um die Standsicherheit der Brückenpfeiler untersuchen zu lassen", blickt Herchenröder zurück. Glücklicherweise ergab sich Glück im Unglück und der Verkehr sowohl auf dem Main als auch auf der Brücke konnte wieder freigegeben werden.

Foto: Nach dem nächtlichen Unfall auf dem Kettenparkplatz musste der HIS-Bereitschaftsdienst umgehend das zerstörte Zaunstück absichern.
Foto: Der Unfallverursacher landete nach dem Durchbrechen des Zauns im Schlossgraben. Die Feuerwehr musste helfen.
Fotos: Stadt Hanau

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