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Es soll zu seinem 125-jährigen Jubiläum im Oktober in neuem Glanz erstrahlen. Ein entsprechendes Gerüst wurde jetzt aufgestellt. Mitarbeiter der renommierten Glocken- und Kunstgießerei Rincker/Sinn werden zusammen mit Restaurator Eberhard F. Gutberlet in den nächsten Wochen die beiden bronzenen Statuen von Jacob und Wilhelm Grimm samt Podest nach Vorgaben des Denkmalschutzes reinigen und aufarbeiten. Anschließend ist die Sanierung des Steinsockels aus schwedischem Granit und des Ziergitters vorgesehen.

Das Denkmal wurde am 18. Oktober 1896 unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht und hat sich seither zum Wahrzeichen und zentralen Treffpunkt für die Menschen der Stadt Hanau entwickelt. "Die Brüder Grimm und Hanau gehören zusammen – haben sich gegenseitig geprägt und haben eine gemeinsame Historie. Das Nationaldenkmal verkörpert diese Zusammengehörigkeit wie keine anderer Ort in Hanau und ist für uns Hanauerinnen und Hanauer identitätsstiftend und ein Ort von großer Bedeutung", betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Zum 125-jährigen Jahrestag der Enthüllung werde es im Oktober diverse Aktivitäten geben, informiert der Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, Martin Hoppe: "Unter anderem spielt die Neue Philharmonie Frankfurt mit Sitz in Hanau ein Open-Air-Konzert", kündigt er an.

Hintergrund-Information

Noch zu Lebzeiten der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm spendete der Hanauer Fabrikant und Mäzen Pedro Jung 500 Gulden für ein zu errichtendes Denkmal (1853). Am 21. Januar 1884 gründete sich ein Denkmalkomitee und bekräftigte das Vorrecht der Stadt Hanau, Standort für ein Nationaldenkmal der Brüder Grimm gegenüber Kassel, Göttingen oder Berlin zu sein. 1888 wurden elf namhafte Bildhauer aufgefordert, einen entsprechenden Entwurf einzureichen. Alle Modelle wurden im Januar 1889 in der Königlichen Zeichenakademie Hanau öffentlich ausgestellt. Die Bevölkerung zeigte starkes Interesse an den Entwürfen. Ein Preisgericht ermittelte die ersten drei Preisträger: Platz 1. ging an Prof. Max Wiese, Bildhauer und Direktor der Zeichenakademie, den 2. Preis erreichte Prof. Gustav Eberlein, Bildhauer und Maler aus Hannoversch-Münden. Den 3. Platz errang Prof. Syrius Eberle, Bildhauer aus München. Doch schon bald regten sich Unmut und Gegenstimmen. Es kam zum Streit über den erstplatzierten Entwurf. Magistrat und Denkmalkomitee entschlossen sich, den Sohn Wilhelm Grimms, Herman Grimm, Kunst- und Literaturhistoriker in Berlin, um seine Meinung zu fragen. Dieser begutachtete die Modelle und entschied sich für den Entwurf von Syrius Eberle. Am 18. Oktober 1896 fand die feierliche Denkmalenthüllung unter sehr großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Das preisgekrönte Modell von Syrius Eberle kann heute im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe / GrimmsMärchenReich besichtigt werden. Das Nationaldenkmal bildet seit 1975 den Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße von Hanau nach Bremen. Ender der 1980er Jahre wurde eine 1:1-Kopie des Monuments samt Neustädter Rathaus für das japanische Glücks-Königreich auf der Insel Hokkaido nachgebildet. Der Freizeitpark ist seit langem geschlossen. Jacob und Wilhelm Grimm wurden am 4.1.1785 bzw. 24.2.1786 am Paradeplatz (heutiger Freiheitsplatz) in Hanau geboren. Wenig später zog die Familie in die Lange Gasse (heutige Langstraße), wo auch der Maler Ludwig Emil Grimm geboren wurde (14.3.1790). Die Brüder sind nicht nur für Ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen weltweit bekannt, sondern auch als Begründer der Germanistik und für ihr politisches Engagement als Göttinger Sieben (1837), Jacob war Mitglied des Paulskirchenparlaments (1848).

Zahlen und Fakten zum Denkmal: Höhe: 6,45 m; Bildhauer der Figurengruppe: Syrius Eberle / München; klassizistischer Bronzesockel und Ziergitter: Architekt Friedrich August von Thiersch / München; sitzende Figur Wilhelm Grimm und Sockel: Rupp’sche Erzgießerei / München; stehende Figur Jacob Grimm: Gießerei von Miller / München; Steinsockel aus schwedischem Granit: Dykerhoff & Naumann / Wetzlar; Aufstellungsarbeiten: Jäger & Stumpf / Hanau.

Wer steht, wer sitzt? Kultur-Fachbereichsleiter Martin Hoppe beantwortet diese Frage so: "Die Hanauer Mär besagt, dass sich die Brüder an Silvester um 0 Uhr brüderlich abwechseln, weil sonst wäre es auf Dauer ungerecht. Derzeit steht Jacob und Wilhelm sitzt", informiert der Kultur-Chef augenzwinkernd.

Fotos: Stadt Hanau

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