Kläranlage Neuenhaßlau öffnet ihre Tore

Neuenhaßlau
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Der Abwasserverband Freigericht öffnet am 28.09.2019 in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr die Tore seiner Kläranlage in Neuenhaßlau (am Ende der Neuenhaßlauer Hasselbachstraße).

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Die Kläranlage Neuenhaßlau stellt neben der Kläranlage in Niedermittlau die kleinere der beiden Anlagen des Verbandes dar. Auf der Kläranlage in Neuenhaßlau werden die Abwässer der Freigerichter Ortsteile Neuses und Somborn sowie der Hasselrother Ortsteile Gondsroth und Neuenhaßlau behandelt. Im Jahr sind dies knapp 2 Millionen m³ Abwässer welche gereinigt und wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden.

Der bei der Abwasserreinigung der Kläranlage in Neuenhaßlau entstehende überschüssige Schlamm wird über eine ca. 3 Kilometer lange Druckleitung zur Kläranlage in Niedermittlau gepumpt und mit den Schlämmen der dortigen Kläranlage behandelt. In einem Faulturm wird der Schlamm dann der Faulung zugeführt. Ein wichtiges Abbauprodukt bei der Faulung ist Faulgas. Das Gasgemisch setzt sich zu gut zwei Dritteln aus Methan sowie aus Kohlendioxid und geringen Mengen Schwefelwasserstoff und Wasserstoff zusammen. Das Methan wird in speziellen Aktivkohlefiltern gereinigt und in einem Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von elektrischer Energie verwendet. Mit der bei der Stromproduktion gewonnenen Wärme wird der Faulturm und die Betriebsgebäude der Kläranlage in Niedermittlau beheizt.

Um insbesondere den energiereichen, den sogenannten Primärschlamm zu absorbieren und der Faulung zuzuführen, hat der Abwasserverband Freigericht für die Kläranlage in Neuenhaßlau ein innovatives Projekt entwickelt, welches aufgrund seiner Leuchtturmfunktion für andere Kläranlagenbetreiber durch das Bundesumweltministerium unterstützt und finanziell gefördert wurde. Im Speziellen handelt es sich dabei um einen Lamellenabsorbierer, der als Ersatz großer und teurer Vorklärbecken eingesetzt wird. Der Einsatz dieses Lamellenabsorbierers als Vorklärung stellt ein Novum in der Abwasserreinigung dar. Die Funktionsweise des Lamellenabsorbierers sowie aller Bereiche der Kläranlage in Neuenhaßlau werden in Führungen über die Kläranlage und durch die Betriebsgebäude erläutert. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, aber auch keine Zauberei. Wer wissen möchte, wie aus Abwasser wieder kostbares Nass wird, ist herzlich eingeladen zum Tag der offenen Tür auf der Kläranlage in Neuenhaßlau (Hasselbachstraße bis zum Ende durchfahren) am 28. September in der Zeit von 10:00 – 14:00 Uhr.

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