Hasselroth: "Zum Deutschen Haus" vor dem Aus

Neuenhaßlau
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Seit über 150 Jahren besteht die Gaststätte „Zum Deutschen Haus“, nun droht dem weit über die Grenzen von Neuenhaßlau bekannten Gasthaus mit deutscher Küche das Aus. Der derzeitige Pächter Thorsten Huck hört Ende des Jahres auf, aktuell ist kein Nachfolger in Sicht. Für Vereine, Organisationen und viele Stammgäste wäre eine dauerhafte Schließung ein schwerer Schlag, da dann auch der Saal und die Gruppenräume nicht mehr zur Verfügung stünden.

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„Für mich ist Ende des Jahres Schluss, mein Gewerbe habe ich zum Dezember 2019 abgemeldet. Ob es eine andere Lösung gibt, ist mir bisher noch nicht bekannt“, bestätigt Thorsten Huck seinen Entschluss. Seit zwei Jahren habe er vergeblich versucht, einen Koch zu finden. Weder Anzeigen noch die Einbeziehung des Arbeitsamtes hätten ihm die nötige Verstärkung gebracht, die seinen Ansprüchen genügt. Sein langjähriger Beikoch hilft ihm noch ab und zu aus, vor allem, wenn es so richtig rund geht. Aber auch er will wieder in seine Heimat nach Chemnitz zurückkehren. „Ich finde auch bei dem übrigen Personal für Küche und den Service kaum eine deutsche Kraft. Hinzu kommt noch, dass immer wieder Fehlzeiten dazu führen, dass ich hin und her jonglieren muss, um den Betrieb aufrecht zu erhalten“, so Huck weiter.

In den vergangenen Monaten habe seine persönliche Belastung derart zugenommen, dass er nur noch wenig Schlaf finde. „Selbst wenn ich Ruhetag habe, bin ich in der Regel von morgens 8 Uhr bis annähernd 20 Uhr für die Gaststätte eingespannt. Das führt meiner Ansicht nach dazu, dass ich bei gleicher oder gar zunehmender Belastung gesundheitlichen Schaden nehme. Und das ist einer der Hauptgründe für meine Entscheidung“, sei das Lokal zwar fast immer sehr gut besucht, was aber gleich bedeutend mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden sei. Seine Catering-Aktivitäten habe er schon stark zurückgeschraubt, weil er keine Zeit mehr finde, solche Anfragen noch nebenher abzuarbeiten.

Thorsten Huck übernahm vor drei Jahren als erster Pächter das seit 1869 familiengeführte Gasthaus und war zunächst sehr zufrieden. Stetig steigende Energiekosten, zunehmende Dokumentationspflichten und fehlendes Personal seien nun neben seiner persönlichen Belastung die Argumente, die zur Aufgabe der Gaststätte führen. Wie es mit dem Deutschen Haus weitergeht, wisse er nicht. Laut Huck gibt es die Möglichkeiten, dass das Haus verkauft wird oder aber ein anderer Pächter sich dafür interessiert.

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