Anlagenstandorte für Windpark am „Roßkopf“ werden erschlossen

Jossgrund
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Am 7. Oktober 2019 beginnen die Erschließungsarbeiten für die genehmigten und von der juwi AG und der Naturenergie Main-Kinzig GmbH geplanten sechs Windenergie-Standorte auf dem Roßkopf in der Gemeinde Jossgrund.

Aus Rücksicht auf die Belange des Naturschutzes müssen diese Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Der behördlichen Zustimmung vorausgegangen war ein komplexes und umfangreiches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, in dem alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, sich einzubringen. Nach intensiver Prüfung sämtlicher Fachthemen wurde dem Bau und späteren Betrieb von insgesamt sechs Windenergie-Anlagen (WEA) die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) sowie die so genannte Waldumwandlungsgenehmigung erteilt.

Errichtet werden die sechs Windräder auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Als Ausgleich für den Eingriff in den Fichtenbestand werden 20 Hektar ökologisch hochwertiger Altbaumbestand in Nachbarschaft zum Windpark für die Dauer von 65 Jahren aus der Bewirtschaftung genommen. Dadurch entwickelt sich dort ein ökologisch höherwertiger, naturbelassener Wald. Hiervon profitieren vor allem Fledermäuse, Wildkatzen und diverse Vogelarten.

„Energiewende und Naturschutz sind keine Gegensätze“, sagt Martin Jeromin, zuständiger Projektleiter bei juwi. „Ganz im Gegenteil: Windenergie ist aktiver Klima- und Naturschutz – auch an Forststandorten. Denn ein Hektar Wald speichert nach Angaben der Stiftung „Unternehmen Wald“ pro Jahr über alle Altersklassen der Bäume hinweg 13 Tonnen CO2. Auf der gleichen Fläche spart ein Windrad der Drei-Megawatt-Klasse pro Jahr rund 5.500 Tonnen CO2 – also gut das 400-Fache!“, rechnet Jeromin vor. „Hinzu kommen die verpflichtenden Ersatzaufforstungen, die den Forst zusätzlich resistenter gegen die Auswirkungen des Klimawandels machen“, ergänzt Oliver Habekost, Geschäftsführer der Naturenergie Main-Kinzig GmbH und fügt hinzu: „Die Aufforstung mit trockenresistenten und standortgerechten Baumarten trägt mittel- und langfristig zum Erhalt des Forstes bei.“ Trotz der Windenergienutzung in Wirtschaftsforsten ist der Waldbestand in Deutschland nicht zurückgegangen, sondern gestiegen: Das belegt die dritte Bundeswaldinventur. In der Summe hat die Waldfläche um rund 50.000 Hektar zugenommen, stellt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldeigentümer fest.

Nach Worten von Philipp Eckert, zuständiger Projektleiter der Energieversorgung Offenbach AG, erfolgt die Inbetriebnahme der sechs Anlagen auf dem Roßkopf bis Juli 2020. Ab dann wird der Windpark laut den Prognosen durchschnittlich rund 50 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Strom pro Jahr erzeugen. „Das entspricht dem jährlichen Bedarf von rund 14.000 Haushalten“, macht Eckert deutlich.

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