Kapp und Häsler führen Freie Wähler an

Langenselbold
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Die Freien Wähler (FW) in Langenselbold haben ihr Programm für die Kommunalwahl am 14. März beschlossen.

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Die Kandidatenliste war bereits im abgelaufenen Jahr aufgestellt worden. Wie die FW-Spitzenkandidaten Christiane Kapp und Axel Häsler in einer Presseerklärung mitteilen, sieht die Wählergemeinschaft sich damit für die anstehende Wahl inhaltlich und personell gut aufgestellt. Axel Häsler: „Nach dem Auseinanderfallen der großen Koalition steht Langenselbold vor einem Neuanfang. Notwendig sind nachhaltige Perspektiven und eine geänderte Ausrichtung der Politik. Dafür stehen die Freien Wähler.“

Aus Sicht der Wählergemeinschaft funktioniert Politik dann am besten, wenn unterschiedliche Meinungen miteinander konkurrieren und die Lösungen für die Stadt in offener und unabhängiger Diskussion entschieden werden. Dagegen lege sich die übermächtige Herrschaft einer Koalition zweier großen Parteien wie Blei auf jede Diskussion. „Vorwärtsweisend für Langenselbold,“ so Christiane Kapp, „waren in den letzten Jahren in erster Linie vollmundige Ankündigungen. Getan hat sich dagegen wenig. Die abgelaufene Wahlperiode war geprägt durch die Auseinandersetzung um den Kinzigsee und dem Wetteifern von CDU und SPD um die Ämter des Bürgermeisters und des Ersten Stadtrates.“

Die Freien Wähler wünschen sich deshalb nach der Kommunalwahl eine Stadtverordneten-versammlung mit Unabhängigkeit, Meinungsfreude und vielen Ideen. Es sei wichtig, auch unkonventionelle Vorschläge zu überprüfen und in offener Diskussion kreativ weiter zu entwickeln. Ideologie und Parteigebundenheit seien dagegen oft eher hinderlich. Es sei erklärtes Ziel der Freien Wähler, die Neuauflage einer großen Koalition in Langenselbold auf alle Fälle zu verhindern.

Inhaltlich benennen die Freien Wähler in ihrem Programm deutliche soziale und ökologische Punkte. So sieht sich die Wählergemeinschaft als Partner der Vereine und aller, die sich für das Gemeinwohl einbringen. Auch sei es unabdingbar, die wohnortnahe medizinische Versorgung zu stärken. Zu lange schon lägen die Pläne für ein Gesundheitszentrum in einem Dämmerschlaf. Zudem müsse Langenselbold sich verstärkt beim sozialen Wohnungsbau engagieren. Ansonsten solle die weitere Entwicklung der Gründaustadt mit Umsicht, behutsam und ohne Hektik erfolgen. Die Gemarkung könne nur einmal überbaut werden. Ohne ein vernünftiges Verkehrskonzept könne es kein neues Baugebiet geben. Verstärktes Augenmerk soll nach dem Willen der Freien Wähler dagegen auf die Entwicklung der Innenstadt gelegt werden.

Die Umsetzung des 2013 in der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Klimaschutzkonzeptes, mit dem bis 2030 in Langenselbold eine deutliche Verringerung des Energiebedarfs und der Nutzung fossiler Energie angestrebt wird, steht hoch auf der Prioritätenliste der Freien Wähler. In den 24 Jahren CDU-Herrschaft sei in Langenselbold der Blick vor allem auf ein „Mehr“ und ein „Größer“ gerichtet gewesen. Dies habe durchaus zur Entwicklung beigetragen, müsse aber jetzt durch einen verstärkten Blick auf Umwelt und Lebensqualität der Menschen ersetzt werden. Die Freien Wähler sind hier sehr deutlich: „Ein bloßes „Weiter so“ wird es mit uns nicht geben.“

Die Wählergemeinschaft akzeptiert die Bedeutung eines soliden Haushaltes für die Verwirklichung ihrer Ziele. “Wir haben hier ein gewisses Vorvertrauen auf unseren neuen Ersten Stadtrat. Er ist für einen vernünftigen Umgang mit den Finanzen angetreten, “ kommentieren Kapp und Häsler. Ziel im Finanzbereich bleibe allerdings die Minderung der exorbitanten Steuerlast der Bürger, die bei der Grundsteuer B zu den höchsten im Main-Kinzig-Kreis gehöre. Auch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge sei ein Thema, das die Freien Wähler in der nächsten Wahlperiode angehen wollen. Wesentlich sei allerdings, und damit schließen Kapp und Häsler die Presseerklärung ab, „dass die Wähler bei der Kommunalwahl die notwendigen Weichen stellen.“

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