Hochwasserschutz: CDU kritisiert Untätigkeit beim 3. Bauabschnitt

Langenselbold
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Die Stadt und das planende Ingenieurbüro haben im Rahmen einer Pressekonferenz die Umstände und Funktionsweise der Hochwasserrückhaltebecken erläutert.

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„Wir stellen allerdings fest, dass es widersprüchliche Angaben und weiterhin offene Fragen gibt“, sagt die CDU-Spitzenkandidatin, Monika Duderstadt. Die CDU Langenselbold möchte erklärt bekommen, ob es tatsächlich zutrifft, dass das obere Becken schon vor Erreichen des aus Gründau gemeldeten Ansteigen des Pegels zu mehr als der Hälfte gefüllt war und deshalb so schnell das Wasser in das zweite Becken einfloss. Auch sei nicht vollständig erklärt, warum die Fließgeschwindigkeit nicht so reduziert wurde, dass das zweite Becken zumindest den dafür vorgesehenen wichtigen Retentionsraum ausfüllen konnte. „Wir reden nicht davon, dass das Wasser überlaufen soll, denn dann wäre es unkontrolliert, sondern dass eine exaktere Regulierung stattfinden muss, um die Stadtlage zu schützen. Dass die Becken nicht als Staudamm dienen, war bereits vor der Pressekonferenz klar.“, ergänzt Frau Duderstadt. Es stellten sich also weitere Fragen, die bisher nicht beantwortet sind.

Immerhin, so die CDU, hat die Stadt 8 Millionen Euro für den Hochwasserschutz investiert. Dabei muss sichergestellt sein, dass die Maßnahmen auch erfolgreich eingesetzt und funktionsfähig sind. Ziel dieser umfangreichen Maßnahmen war es, dass die Innenstadt soweit gesichert ist, dass ein drohendes Hochwasser vor der Stadtgrenze abgehalten wird. Der Verweis darauf, dass das Becken in der Gründauer Gemarkung noch nicht realisiert ist, ist an dieser Stelle eine schwache Ausrede, stellen die Christdemokraten fest. „Solange die Langenselbolder Becken zu früh gefüllt wurden und im Anschluss durch zu großen Abfluss nicht vollständig gefüllt waren, müssen wir die Fehler benennen und vor allem zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger nach Lösungen suchen.“, erklärt Natalie Warnecke-Quanz und fügt hinzu, dass Fehlermanagement eine Voraussetzung sei, um beim nächsten Mal Krisen effektiver bewältigen zu können.

Mindestens ebenso wichtig ist für die CDU die Frage, was mit den Planungen für den dritten Bauabschnitt für weitere Schutzmaßnahmen in der Stadt geschehen ist. Hier hatte Bürgermeister Muth bereits im Jahr 2019 entsprechende Kosten berechnen und im Haushalt 2020 insgesamt 400.000 € zur Verfügung stellen lassen. Es hätte also lediglich eines Beschlusses zur Beauftragung des Ingenieurbüros bedurft, um diesen wichtigen innerstädtischen Schutz realisieren zu können. Im Presseartikel der Stadt wird zwar darauf hingewiesen, dass die Planungen des innerstädtischen Bauabschnitts laufen, jedoch weist Gerhard Mohn, Fraktionsvorsitzender der CDU, darauf hin, dass diese Mittel von Bürgermeister Greuel aber bisher in keinem Gremium beantragt wurden. Demnach scheint ein ganzes Jahr vergangen zu sein, ohne dass das vorbereitete Projekt durch den Bürgermeister weiter vorangetrieben wurde, kritisieren die Christdemokraten. Die CDU kündigt an, dass sie diese und weitere offene Fragen im Rahmen einer Anfrage an den Magistrat stellen wird, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein und sicherstellen zu können, dass die Millionen teuren Investitionen auch ihren Zweck erfüllen.

Dass offenbar beim ehemaligen Koalitionspartner hierzu die Nerven blank liegen, habe die vergangene Haupt- und Finanzausschusssitzung und die jüngsten Pressemeldungen der SPD gezeigt, in der von Wahrnehmungsstörungen der CDU gesprochen wurde. In Wirklichkeit sei genau das Gegenteil der Fall, so Duderstadt. Die CDU nimmt durchaus wahr, dass offenbar der SPD an dem Hochwasserschutz und dessen Fortsetzung nicht so sehr gelegen ist, wie die Umsetzung dieser wichtigen Bausteine zum Schutz der Bürger, die bei den beiden Vorgängern Kasseckert und Muth höchste Aufmerksamkeit erhalten haben. „Die Angriffe am Thema Hochwasserschutz vorbei gegen unseren Fraktionsvorsitzenden und alle Parteimitglieder zeigen, dass sich die SPD nicht immer mit jedem Fraktionsmitglied der CDU verstanden hat, aber wir sind ja schließlich nicht dafür da, den Wohlfühlfaktor bei der SPD zu erhöhen, sondern das Beste für Langenselbold zu wollen und durchzusetzen.“, erklären Monika Duderstadt und Natalie Warnecke-Quanz. Sie könnten sich weiterhin auf die gute Zusammenarbeit und den wieder gefundenen Zusammenhalt in der CDU Langenselbold verlassen.

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