Corona-Protest in Langenselbold: Kinderschuhe vor dem Rathaus

Langenselbold
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In Langenselbold haben sich Eltern an der "Aktion Kinderschuhe" beteiligt, eine neue Art des Protestes gegen die Corona-Maßnahmen. Knapp 70 Paar wurden am Donnerstagabend auf der Treppe vor dem Eingang zum Rathaus platziert, dazu mehrere Transparente. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung waren allerdings auf die Aktion vorbereitet.

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„Denkt doch bitte auch an uns, Kinder haben auch Rechte“, stand beispielsweise auf einem der Transparente, die neben und auf den Schuhen lagen, „Isolation macht auch krank“ oder „So macht groß werden keinen Spaß“ auf weiteren Plakaten. Dieser Protest gegen die Schließung von Kindergärten und Schulen fand in dieser Woche bundesweit an mehreren Orten statt, wer in Langenselbold hinter der Aktion stand, ist bislang nicht bekannt.

Bei Ordnungsamtsleiter Michael Juracka gingen allerdings bereits am Donnerstag Hinweise ein, dass eine derartige Aktion geplant ist. In verschiedenen WhatsApp-Gruppen sei darüber diskutiert und das offensichtlich auch geplant worden, erklärte er auf Anfrage. Da unklar war, ob in diesem Fall auch eine – in diesem Fall dann unangemeldete – Versammlung oder gar Demonstration geplant war, informierte Juracka die für Langenselbold zuständige Polizeistation Hanau II, um die Situation am Donnerstag im Auge zu behalten. Wie ein Polizeisprecher am Freitag erklärte, wurden allerdings keine besonderen Vorkommnisse festgestellt.

Auf Proteste gegen die Corona-Maßnahmen reagiert man im Langenselbolder Rathaus mittlerweile sensibel: Im Dezember war zunächst ein Demonstrationszug an- und dann wieder abgemeldet worden, dennoch zogen zahlreiche Personen in Kleingruppen durch die Stadt, was einen Polizeieinsatz zur Folge hatte. Dieser war anschließend von den Teilnehmern als unverhältnismäßig eingestuft worden. Die Kinderschuhe vor dem Rathaus werden unterdessen ohne Folgen bleiben. Juracka weist allerdings darauf hin, dass die Stadtverwaltung als Adressat für diese Arten der Corona-Protestaktionen der falsche Ansprechpartner ist.

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