Montessorischule kauft Jugendherberge Geislitz

Geislitz
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Ortsvorsteher Hubert Faust (SPD) begrüßt die Entscheidung der Montessorischule, die ehemalige Jugendherberg in Geislitz zu kaufen und das leerstehende Gebäude wieder mit Leben erfüllen zu wollen. Ein Herbergsvater, Edmund Zick, war sogar sein Vorgänger im Amt als Ortsvorsteher, ergänzt Faust und berichtet: „Erwachsene, Jugendliche, Vereine und Schulklassen waren hier zu Gast und garantierten über Jahre dem Haus eine hohe Auslastung und Wirtschaftlichkeit.“

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Vom Ablauf her sei die Geschichte des Jugendheimes allerdings eher traurig. Erbaut wurde das Hauptgebäude und die Anbauten vom Altkreis Gelnhausen und vom Nachfolger Main-Kinzig Kreis. In ihrer Zeit funktional und interessant für Erwachsene, Vereine und Kinder, übergab der Kreis in Finanzschwierigkeiten das Haus an das Deutsche Jugendherbergswerk in der Absicht, es weiterhin für die Öffentlichkeit offen zu halten. Im Zuge der Verlegung des Waldsportplatzes des FSV Geislitz in die „Eichermühle“ wurde auch dieser Sportplatz dem Jugendheim zugewiesen, um dem Haus eine interessante Basis für intensiv trainierende Sportvereine zu eröffnen.

Doch zunehmend gerieten das Haus und die Gesamtkonzeption in Schwierigkeiten. Grundlegende Sanierungsarbeiten wurden nicht getätigt. Räume, Toiletten und Duschen mussten saniert werden, Begleitpersonen forderten Einzelzimmer beziehungsweise Familienzimmer. Das Haus hinkte den Veränderungen auf dem Markt hinterher, die früher hohen Belegungszahlen gingen kontinuierlich zurück und mit dem letzten Herbergsvater Schulz endete der Betrieb; ein Schild an der Haustür, “vorläufig geschlossen“, war von Seiten des Deutschen Jugendherbergswerks das letzte gesetzte Signal.

Die SPD-Fraktion mit Hans-Jürgen Wolfenstädter als Vorsitzendem des Jugendsport und Kulturausschusses hat sich seit diesem Zeitpunkt mit Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) und Landrat Thorsten Stolz (SPD) fortlaufend bemüht, mit dem Jugendherbergswerk eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu erarbeiten. Letztlich wurde deutlich, dass das Jugendherbergswerk für das Geislitzer Haus keine Zukunft mehr sah. Man konzentrierte sich auf den Ausbau städtischer Jugendherbergen. Für Geislitz war schlicht kein Geld mehr da.

„Wir“, so Faust und Wolfenstädter (SPD), „empfinden das Kaufangebot der Montessorischule als Glücksfall, das Haus erneut mit Leben zu erfüllen. Eine auf weitere Jahre vor sich hindämmernde Bauruine wäre für uns und für ganz Linsengericht eine schlimme Fehlentwicklung.“

Foto: Hubert Faust, H.-J. Wolfenstädter, Astrid Rost, Karin Eichhorn, Helmut Bluhm, Erika Becker, Michael Bollmann, Bernd Klippel, Horst Ungermann, Detlev Roethlinger, Dirk Valentin.

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