NABU Großenhausen gibt Tipps zum Weihnachsbaumkauf

Großenhausen
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In diesen Tagen kommt der Verkauf von Weihnachtsbäumen in die Gänge. Über 30 Millionen Bäume werden in Deutschland in den nächsten Wochen den Besitzer wechseln.

Nur selten steht am Heiligen Abend ein heimischer Nadelbaum im Zimmer. "Die meisten Bäume stammen aus Kulturen, die durch den massiven Einsatz von Düngern und Pestiziden Boden, Lebewesen und das Grundwasser belasten", erkärt Norbert Möller, Vorsitzender des NABU Großenhausen. Der NABU empfiehlt deshalb den Kauf von Fichten, Tannen oder Kiefern aus Weihnachtsbaum-Kulturen, die nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet werden oder aus Durchforstung.

Man sollte dabei darauf achten, dass die Bäume mit dem FSC-Siegel oder den Labeln der ökologischen Anbauverbände Bioland oder Naturland gekennzeichnet sind. Im Ökoanbau werden die Wildkräuter nicht durch Pestizide vernichtet. "Somit werden auch nützliche Insekten geschont, die einem Schädlingsbefall wirksam entgegentreten können", sagt Möller. Leider ist das Angebot an Bio-Weihnachtsbäumen immer noch gering. Zertifizierte Anbieter gibt es z. B. in Altenhaßlau.

Eine gute Alternative bieten auch Bäume aus Durchforstungsmaßnahmen oder von forstlichen Sonderstandorten wie z. B. Hochspannungstrassen. Diese Bäume seien in der Regel unbehandelt und müssten sowieso gefällt werden. Der NABU-Vorsitzende warnt vor möglichen Gesundheitsschäden durch giftbehandelte Weihnachtsbäume. "Mit einem Baum aus dem Ökoanbau oder aus Durchforstung erspart man sich und seiner Familie eine mögliche Belastung der Raumluft mit Pestizid-Ausdünstungen während der Feiertage."

Der NABU appelliert an die Weihnachtsbaum-Produzenten, künftig mehr auf ökologische Kriterien zu achten. Es sei nicht zu verantworten, mit zu Schmuckzwecken gezüchteten Nadelbäumen massiv die Umwelt und die Gesundheit von Menschen zu gefährden. Der Verbraucher sollte auch seine Ansprüche überdenken: "Den perfekten Weihnachtsbaum, gerade und dicht gewachsen, rundum schön grün gibt es kaum ohne chemische Sonderbehandlung", so Möller. Vielleicht genügt ja auch mal ein schön geschmückter Zweig.

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