Maintal auf dem Weg zur „Kinderfreundlichen Kommune“

Maintal
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Die Stadt Maintal verpflichtet sich die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Bürgermeisterin Monika Böttcher hat dazu am Donnerstag gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Andrea Flory, eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Maintal besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Die Stadt Maintal liegt in direkter Nachbarschaft zu Hanau – der ersten Stadt in Deutschland, die sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ anschloss. In Maintals vier Stadtteilen mit ihrer Mischung von urbanen und ländlichen Charakteristiken leben fast 7.000 Kinder und Jugendliche. Bürgermeisterin Monika Böttcher sagte: „Kinder sind unsere Zukunft — sie sind die Akteur_innen von morgen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir sie bestmöglich fördern, bei Entscheidungen beteiligen, ihre Anliegen und Ideen ernstnehmen. ‚Kinderfreundliche Kommune‘ zu sein, ist für mich auch Ausdruck lebendiger Demokratie: Durch eine stärkere Beteiligung der jungen Generation ermöglichen wir, dass sie die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestalten.“

Andrea Flory betonte: „Wir begrüßen die Stadt Maintal herzlich in unserem Vorhaben ‚Kinderfreundliche Kommunen‘. Maintal hat bereits Zeichen gesetzt, dass ihr die Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen wichtig ist. Dafür sprechen Institutionen wie der Beirat ‚Kinderfreundliche Stadt Maintal‘, die Kinderbeauftragte sowie das kinder- und jugendpolitische Konzept der Stadt. Nun wird es unter anderem darum gehen, die Beteiligung der jungen Bürger_innen in Maintal zu stärken und nachhaltig zu verankern. So kann Politik und Verwaltung von Kindern und Jugendlichen als Expert_innen in eigener Sache viel lernen. Wir freuen uns, Maintal auf diesem Weg zu begleiten.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. In Hessen sind Hanau, Taunusstein, Oestrich-Winkel, Eltville, Lampertheim und jetzt Maintal mit dabei. Damit ist Hessen das Bundesland mit den meisten an der Initiative beteiligten Kommunen.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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