Brüder-Schönfeld-Forum macht sich im Homeoffice nützlich

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Der Ausfall geplanter Veranstaltungen eröffnet für manchen Verein auch neue Arbeitsfelder.

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So durchforstet der Verein Brüder-Schönfeld-Forum e.V. seit etlichen Wochen im Homeoffice die Archive von Bund und Land nach biografischen Daten der 1941 in Litauen ermordeten Juden aus Frankfurt und Umgebung. Dabei ergeben sich immer wieder Fehler und Unstimmigkeiten, die in den Datenbanken bereinigt werden müssen. Ist zum Beispiel der Geburtsort „Birstein“ als „Bierstein“ geschrieben, so wird der dazu gehörende Datensatz bei der online-Suche nicht ausgeworfen.

Manchmal gibt es auch Irrtümer in der Sache. So hatten zwei aus Bad Orb stammende Schwestern, die den Holocaust überlebten, im Entschädigungsverfahren angegeben, dass ihre Mutter in Königsberg geboren sei. Tatsächlich stammte sie aber aus Bommelsvitte, einem Ort, der heute Teil der litauischen Großstadt Klaipeda ist. Bundes- und Landesarchiv sind für solche Korrekturhinweise dankbar. Denn als Institutionen, die Millionen von Dokumenten verwahren, gelten sie für Forscher als erste und zuverlässige Referenz, die nicht mehr hinterfragt wird.

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