Antrag auf Senkung der Gebühren für Krippen und Horte

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„Wir wollen den Zugang zur frühkindlichen Bildung stärken!“, kündigt der FDP-Stadtverordnete Leo Hoffmann einen Antrag seiner Fraktion zur kommenden Stadtverordnetenversammlung, mit dem eine Senkung der städtischen Gebühren für die Krippen und Horte angestoßen werden soll, an.

Für die Freien Demokraten gehört die Bildung zu den wichtigsten staatlichen Leistungen, da sie die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben legt. „Wir wollen die Hürden senken, damit Kinder frühzeitig in die Krippen kommen und auch eine Hortbetreuung erhalten können.“ erläutert Leo Hoffmann das Ansinnen der FDP-Fraktion.

„Wir möchten Kinder in den Krippen und Horten mit den Kindern in den Kitas gleichstellen.“ erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Schäfer den gewählten Ansatz. Konkret bedeutet dies, dass die Kinder in den Krippen die gleichen Gebühren zahlen sollen, wie die Kinder in den Kitas. Deshalb beantragt die FDP-Fraktion, dass ab dem Kita-Jahr 2021 die ersten sechs Stunden in der Krippenbetreuung freigestellt werden sollen. „In der höchsten Stufe der Beitragsstaffel entspricht dies einer monatlichen Entlastung von 180 Euro für die Eltern.“ fasst Thomas Schäfer den FDP-Antrag in Zahlen. Für Hortkinder sollen nach dem Vorschlag der FDP die Gebühren einheitlich um Hundert Euro sinken.

„Wir dürfen die Freien Träger nicht vergessen, wenn wir über die Krippengebühren reden.“ verdeutlich Leo Hoffmann, dass die FDP in ihrem Antrag den Magistrat auffordert, auch bei den Zuschüssen an die Freien Träger die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen, damit diese ebenfalls Gebührensenkungen vornehmen können. „Mit unserem Vorstoß wollen wir auch einen positiven Effekt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielen.“ hebt der Freie Demokrat hervor, dass es gerade im Krippenbereich darum geht, dass der Wiedereinstieg in den Beruf sich für beide Eltern lohnen muss und führt weiter aus: „Wenigstens eine Teilzeitarbeit kann sich lohnen, wenn der Lohn nicht komplett durch die Krippengebühren aufgefressen wird.“

„Unser Ansatz beabsichtigt nicht die vollständige Gebührenfreiheit auch für längere Betreuungen als 6 Stunden, sondern dass alle Kinder bis zu 6 Stunden gebührenfrei betreut werden.“ beschreibt Thomas Schäfer den Unterschied des FDP-Antrags zu anderen in der Diskussion befindlichen Ansätzen. Dies führe nach Ansicht der Freien Demokraten zu mehr Gleichheit zwischen den Kindern. Die Entlastung sei dennoch sehr spürbar, wie der FDP-Fraktionsvorsitzende aufzeigt: „Wir rechnen mit einer Belastung des Haushaltes von über einer halben Million Euro.“ Dies sei aber gerechtfertigt, da die frühkindliche Bildung ein Schwerpunkt der städtischen Aufgaben sei und diese Ausgaben an anderer Stelle im Haushalt 2021 zu kompensieren werden müssen.

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