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„Es gab bislang keine Verzögerungen oder Beanstandungen, die Arbeiten sind im Zeitplan“, stellte Leon Gierhardt vom gleichnamigen Architekturbüro aus Nidda fest, „Ende August oder Anfang September werden die Feuerwehrleute ihr neues Domizil beziehen können.“ Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) fügte bei einer Baustellenbegehung hinzu, dass sich die Kosten für den Neubau auf rund zwei Millionen Euro belaufen werden.

Gut zehn Jahre haben die Planungen und Abstimmungen gedauert, viele Diskussionen gab es um den richtigen Standort - letztlich einigte man sich auf die Straße „Am Wiesengrund“. „Die Bauzeit bei Feuerwehrgerätehäusern ist meist am kürzesten, der Vorlauf dauert mitunter bis zu 25 Jahre“, berichtete der selbst noch aktive Feuerwehrmann Leon Gierhardt, dessen Büro derzeit fast 20 solche Bauten plant oder deren Bau betreut und überwacht. Notwendig war der Neubau vor allem deshalb geworden, weil das alte Gebäude nicht mehr den gesetzlich geforderten Feuerwehrstandards entsprach. „Es haben sich in den vergangenen Jahren die Anforderungen auch von TÜV oder der Unfallkasse an einen Neubau verändert. Auch das Land macht ganz klare Vorgaben zum Beispiel für die Größe der Fahrzeughalle, ohne die keine Zuschüsse fließen“, stellte Schultheiß fest. Die Planung berücksichtige nun all die Vorgaben und Anforderungen und natürlich auch die örtlichen Gegebenheiten, so der Bürgermeister.

Auf einer Grundstücksgröße von etwa 1300 Quadratmetern ist ein eingeschossiger Bau mit einer Nutzfläche von rund 650 Quadratmetern in massiver Ziegelbauweise mit Betondach entstanden, „an dessen Wände man auch mal einer Schrank hängen kann“, betonte Architekt Leon Gierhardt, selbst aktiver Feuerwehrmann wie vier seiner Mitarbeiter. Das Dach ist begehbar ausgelegt, so können am Haus direkt Übungen mit der Bergung von Menschen aus der Höhe durchgeführt werden. Neben der geräumigen Halle für drei Einsatzfahrzeuge, deren Ausfahrt Richtung Nidderwiesen ausgerichtet ist und an die sich eine Werkstatt und ein Lager anschließen, können die Eicher Wehrleute in Zukunft einen großen Versammlungs-, Unterrichts- und Schulungsraum, einen Jugendraum, eine Küche mit einer Durchreiche, einen Büroraum für die Wehrführung, Umkleideräume mit Duschen und Toiletten für Frauen und Männer mit direktem Zugang zur Fahrzeughalle, ein weiteres kleines Lager und einen Technikraum mit Außenanschluss für einen Generator nutzen, um im Ernstfall die Stromversorgung im Feuerwehrgerätehaus aufrecht erhalten zu können. Beheizt wird die App-gesteuerte Heizung mit Holzpellets, warmes Wasser wird mit Durchlauferhitzern erzeugt. „Das Gerätehaus ist energetisch auf dem neuesten Standard für solche Gebäude“, betonte Leon Gierhardt.

„Auf dem Nachbargrundstück entsteht gemeinsam mit der Vogelschutzgruppe, Concordia Eichen und dem Obst- und Gartenbauverein am Ende der Bebauung in der Straße ‚Am Wiesengrund’ eine Art Hofsituation, die von allen vier Vereinen bei Festen genutzt werden kann“, sieht Bürgermeister Schultheiß eine erweiterte mögliche Nutzung des Freigeländes am neuen Feuerwehrgerätehaus.

Foto: Bürgermeister Gerhard Schultheiß (rechts) und Architekt Leon Gierhardt vor dem neuen Feuerwehrgerätehauses in Eichen mit Blick auf den Schulungsraum und die Fahrzeughalle (links).

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