Wie bringt ein runder Tisch die Eicher Bürger wieder zusammen?

Eichen
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„Die Initiative zur Rettung des Spielplatzes setzt sich doch nur dafür ein, dass der Spielplatz erhalten wird – niemals wurde hier gesagt, dass man sich gegen ein Altenheim in Eichen ausspricht. Die Initiative APZ jetzt setzt sich generell für ein Altenpflegezentrum in Eichen ein. Warum beharrt man hierbei dann auf einem umstrittenen Standort? Warum ziehen nicht alle Eicher an einem Strang?“, schrieb Raissa Schmid in einem Leserbrief am 7. November 2020.

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"Dieser Aussage möchten wir uns von Herzen anschließen. Die Initiative zur Rettung des Spielplatzes betonte bereits mehrfach, dass wesentlich und entscheidend nicht wie oft behauptet die generelle Ansiedelung eines Seniorenheims ist, sondern der dafür gewählte Standort auf dem naturnahen Spielplatz ohne Prüfung jeglicher Alternativen. Leider steht der Standort an der Höchster Straße nicht zur Disposition, da vor einer detaillierten Bedarfs- und Standortanalyse der Standort an der Höchster Straße und nur dieser beschlossen wurde. Kurz vor Weihnachten schlug der designierte Bürgermeister Andreas Bär einen runden Tisch mit den Argumenten vor: 'Die Antworten zu den Fragen der Bürgerschaft bieten in Kombination mit den Entwurfsplänen eine solide Diskussionsgrundlage“. Ortsvorsteher Sam Pfeifers „Wunschziel sei eine akzeptable Lösung hinsichtlich eines APZ in Eichen.' Wir fragen uns nun, wozu der „versachlichende“ runde Tisch dienen soll, wenn der umstrittene Standort unumstößlich feststeht? Es macht in unseren Augen keinen Sinn, lediglich darüber zu diskutieren, ob ein Klettergerüst grün, rot oder blau gestrichen wird oder wie man eine Fläche im Hochwassergebiet ansprechend ausstatten kann, dass sie ganzjährig nutzbar ist. Ist der Bedarf bei den Eicher Senioren wirklich aktuell und dauerhaft für 40 Pflegeplätze gegeben, oder könnte man bei einem geringeren Bedarf auch mit einer kleineren Einrichtung an einem alternativen Standort leben? Denn danach gefragt, ob Eicher Senioren bevorzugt aufgenommen und vertragliche Regelungen hierzu bestehen, antwortet die Stadt, dass mit der Errichtung des APZ kein Belegungsrecht verbunden ist. Demnach ist nicht sicher, dass die Eicher Senioren wie gewünscht ihren Lebensabend in Eichen, wo sie gelebt haben, verbringen können.. Im Gegenteil, es werden ortsfremde Senioren eingebunden in 'die dörfliche Struktur, genauso wie die bereits vor Ort lebenden Senioren'. Senioren und ihre Angehörigen müssen also nach dieser Aussagemit einer Mangelsituation an Infrastruktur in Eichen klar kommen. Hier stellt sich uns dann tatsächslich auch die Frage, warum ein Seniorenheim diesen Ausmaßes nicht auch in einem anderen Stadtteil liegen kann, vielleicht mit besserer Infrastruktur, wenn überwiegend Senioren aus dem weiteren Stadtgebiet und gar aus dem Kreis einziehen werden?", heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative „Rettet unseren Abenteuer-Spielplatz“.

Und weiter: "Am 11.1.21 wurde im Struktur- und Bauausschuss die weitere Umsetzung des im Jahr 2019 beschlossenen Anbaus der Kita Eichen einstimmig abgestimmt (vorbehaltlich des endgültigen Bescheids über die Zuschüsse). Dieser Anbau, der schon ein kleines Teilstück des Spielplatzes benötigt, lässt nicht mehr genügend Platz für die bisher dargestellten Planungsvarianten des APZ. Wir finden, die neue Situation gibt wieder Freiraum für eine alternative Standortdiskussion, da kein Bedarf mehr am Standort für die integrierten Kitaräume besteht. Außerdem ist klar, dass bei einer Neuplanung am Standort Höchster Straße in gleicher Größe ein weiteres Stück bestehender Spielplatzfläche in Anspruch genommen werden muss und damit die schon kritisch gesehenen optionalen Ausgleichsflächen mehr als optional genutzt werden müssen. Des Weiteren ist die Frage rund um notwendige Parkplätze und Rettungswege in den Antworten der Stadt nicht abschließend geklärt, so dass auch hier davon auszugehen ist, dass weitere Spielplatzfläche benötigt wird. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Spielfläche durch die Ansiedelung junger Familien. Zuletzt lässt auch die angedeutete Zusammensetzung des runden Tisches, die unserer Meinung nach bewusst mehrheitlich aus Befürwortern des Standortes besteht, nicht darauf schließen, dass die Sorgen der Initiative in Vertretung der Kinder gehört werden wollen. So wird ein runder Tisch nach unserer Auffassung die Eicher Bürger nicht einen können. Mit der Prüfung alternativer bedarfsgerechter Standorte unter Weglassen politischer Gefechte und ehrlicher Einbeziehung der Bürger könnte allerdings ein gemeinsames Ziel erreicht werden."

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