Wirtschaftliche und demographische Entwicklung in Rodenbach

Rodenbach
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Am 28. Dezember hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau – Gelnhausen – Schlüchtern ihre aktuelle Analyse der Daten 2011 bis 2016 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlicht.

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Danach ist Rodenbach eine „schrumpfende“ Gemeinde. Deshalb trafen sich IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde und Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna im Rodenbacher Rathaus, um die veröffentlichten Tendenzen inhaltlich zu bewerten.

Schejna äußerte sich irritiert über die dargestellten Ergebnisse für Rodenbach. Denn in der nur ein Jahr älteren Auswertung für den Zeitraum 2010 – 2015 war Rodenbach noch als wachsende Kommune bewertet worden. Als Bürgermeister könne er diese Einschätzung nicht teilen, weil er Rodenbach weiter auf einem guten Weg sehe. Als Beispiel führte Schejna an, dass Rodenbach es immer gelinge, durch mehr Zu- als Wegzüge die Zahl der Einwohner zu erhöhen, obwohl die Zahl der Todesfälle größer als die der Geburten sei. Darin vermochte Schejna ein Schrumpfen nicht zu erkennen.

Quidde erläuterte die Merkmale des BBSR-Indikators. Denn dieser berücksichtigt nicht nur die Veränderung im Zeitablauf an sich, sondern setzt sie auch in Bezug zur Entwicklung in ganz Deutschland. So sei die Zahl der Einwohner im Zeitraum von 2010 bis 2015 um 0,03 % gestiegen, was Rodenbach im Indikator drei von max. vier Punkten einbrachte. Im Fünfjahreszeitraum 2011 bis 2016 sei diese Größe dann 0,13% schlechter ausgefallen – dadurch reduzierte sich der Indikatorwert auf nur noch einen Punkt. Rechnerisch betrug der Unterschied gerade einmal 14 Einwohner. Dafür sei ein Absturz um zwei Indikatorpunkte krass.
Schejna fasste zusammen, dass „Schrumpfen“ als Begriff im Kontext der Auswertung irreführend sei. Quidde wies darauf hin, dass der Begriff tatsächlich in Anführungszeichen zu verstehen sei. Ihm sei der Indikator wichtig, weil er die demographische und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verknüpfe. Da die Werte des Indikators mindestens zwei Jahre alt seien, sei er auch kein Instrument zur Steuerung, sondern gebe eher Impulse, worauf bei der kommunalen Entwicklung besonders zu achten sei. .

Schejna betonte, dass Rodenbachs Herausforderung sei, kaum noch Platz zum Wachstum zu haben. Deshalb lege er großen Wert auf die Entwicklung der Gemeinde mit Augenmaß. Das habe in Rodenbach Tradition. Derzeit entstehe ein Gewerbepark mit 30.000 m² Hallenfläche, und es würden ein Gewerbegebiet nördlich der Industriestraße sowie das Baugebiet südlich der Adolf-Reichwein-Straße entwickelt.

Abschließend bedankte sich Schejna bei Quidde für das Gespräch und den Anstoß, den die der Auswertung zugrunde liegenden Zahlen lieferten, auch wenn sie nicht aktuell seien. Sie würden jedoch in die tägliche Arbeit mit einfließen. Denn das Thema „demografische Entwicklung“ gehöre sowieso in allen Kommunen zum Tagesgeschäft. In Rodenbach zum Beispiel wurde aufgrund des Zuzugs und der Geburtenzahlen im letzten Jahr ein zweigruppiger Anbau an die Kita Adolf-Reichwein-Straße realisiert und in diesem Jahr werden Bau und Planung einer neuen Kita mit voraussichtlich 3 Gruppen vorgezogen.

Foto: Bürgermeister Schejna und IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Quidde analysieren gemeinsam die Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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