Bus-Ticket für einen Euro innerhalb von Rodenbach?

Rodenbach
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Vor einigen Tagen begrüßte Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) zusammen mit dem für den ÖPNV zuständigen Hauptamtsleiter Udo Vitt und dem für den Straßenverkehr zuständigen Leiter des Ordnungsamtes, Gido Puhl, zwei Vertreter der KVG Main-Kinzig im Rodenbacher Rathaus. Der neue Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH (KVG), Rüdiger Krenkel, und seine Kollegin Sonja Landschreiber waren gekommen, um die künftige Aufstellung des Nahverkehrsplanes für den Main-Kinzig-Kreis im Allgemeinen und im Besonderen über die aktuellen Entwicklungen in Rodenbach zu sprechen.

Neben dem viergleisigen Ausbau der Kinzigtalbahn und dem angestrebten barrierefreien Gleiszugang, waren das neue Gewerbegebiet nördlich des Bahnhofes und der zu erwartende Pendlerzuwachs im neuen Baugebiet Südlich der Adolf-Reichwein-Straße Thema des Gesprächs. Auch die Neubeschriftung der Haltestellen im Gemeindegebiet, eine bessere Gestaltung der Fahrpläne und die Einführung eines günstigeren Ortstarifes für die Busbenutzung wurden besprochen.

„Die Neubeschriftung aller Haltestellenschilder mit Anpassung an die aktuelle Linienbezeichnung und Richtungsangabe wurde inzwischen von uns in Auftrag gegeben“, berichtete Rüdiger Krenkel in der Gesprächsrunde. Der seit Jahren bestehenden Kritik an fehlenden Liniennetzplänen sowie verständlichen und lesbaren Fahrplänen an den Haltestellen hat sich die KVG inzwischen auf Drängen der Gemeinde angenommen. „So sind Liniennetzpläne für das gesamte Kreisgebiet in Vorbereitung und das lokale Busunternehmen Stroh hat die Vorlage alternativer Fahrplandarstellungen zugesagt. Letztere sollen auch dem Seniorenbeirat zur Stellungnahme vorgelegt werden, denn der Seniorenbeirat ist die Interessenvertretung des Personenkreises, aus dem in der Vergangenheit am häufigsten Kritik an der Lesbarkeit der Fahrpläne an die Verwaltung herangetragen wurde“, erklärte Hauptamtsleiter Udo Vitt.

Eine frohe Botschaft hatten Krenkel und Landschreiber für alle Rodenbacher ebenfalls im Koffer: Die Absenkung der innerörtlichen Busfahrpreise. Ein positives Ergebnis für die Kommune und Bürgermeister Schejna, der sich seit Jahren direkt beim RMV und der KVG dafür einsetzt. „4,20 € für eine Hin- und Rückfahrt von Oberrodenbach nach Niederrodenbach, um vielleicht ein Eis essen zu gehen, Medikamente zu holen oder das Strandbad zu besuchen, sind nicht zu vermitteln und machen das Busfahren innerorts uninteressant“, so Schejna.

„Nach den neuesten Berechnungen und einer daraus abgeleiteten, derzeitigen Einschätzung der KVG müsste die Gemeinde zwischen 6.000,00 € und 7.000,00 € zahlen, wenn die Einzelfahrt für Erwachsene auf 1,00 € und die Einzelfahrt für Kinder auf 0,85 € abgesenkt wird“, erläuterte Sonja Landschreiber. Schejna ist zuversichtlich, dass die Gemeindevertretung dem zustimmen wird und ordnete bereits während der Besprechung an, den Betrag in den Entwurf des Haushaltsplanes 2020 aufzunehmen. Der Test für eine einjährige Probephase könnte zum diesjährigen Fahrplanwechsel am zweiten Dezemberwochenende pünktlich zum Weihnachtsmarkt beginnen. Voraussetzung ist, dass die neuen Preise rechtzeitig in das System des RMV integriert werden können. „Wir hoffen damit die Leute zu animieren, für Kurzstrecken öfter mal ihr Auto stehen zu lassen.“

Zum Schluss waren sich alle einig, dass konstruktive Gespräche zwischen KVG und Gemeinde weiter beibehalten werden sollen, denn „miteinander persönlich zu reden ist effektiver, als untereinander förmlich zu schreiben“, so Bürgermeister Schejna und Herr Krenkel bei der Verabschiedung.

Foto (von links): Sonja Landschreiber, Bürgermeister Klaus Schejna, Geschäftsführer Rüdiger Krenkel, Hauptamtsleiter Udo Vitt.

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