Zentrales Thema: Gute und bedarfsgerechte Kinderbetreuung

Rodenbach
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Vor wenigen Tagen, am 1. August 2019, hat die Gemeinde Rodenbach den neuen Wald- und Naturkindergarten in Oberrodenbach in Betrieb genommen.

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Bis zu 20 Kinder ab dem 3. Lebensjahr können dort bis zum Schuleintritt an Wochentagen in der Zeit ‪von 8 – 15 Uhr betreut werden. Jan Lukas, der Vorsitzende der SPD in Rodenbach und Mitglied der Gemeindevertretung, freut sich: „Damit haben wir erneut konkret gemacht, was wir unter Chancengleichheit und unter Vereinbarkeit von Familie und Beruf verstehen. Nicht nur die Zahl der Kinder ist in Rodenbach weiter gestiegen, sondern auch die Stundenzahl des täglichen Betreuungsbedarfs. Insofern war diese Neueröffnung mehr als notwendig. Und weitere Schritte sind erforderlich.“

Insgesamt wird das Thema Kinderbetreuung in Rodenbach sehr ernst genommen. Nach der Erweiterung der Kindertagesstätte Tausendfüssler (Platz für 2 zusätzliche Gruppen) an der Adolf-Reichwein-Strasse und der zurzeit im Bau befindlichen Erweiterung der Kindertagesstätte Steinäckern, ist jetzt eine weitere Einrichtung in der Kinzigstrasse geplant. Hierfür hat die Gemeinde im Haushaltsplan 2019 für Planung, Erschliessung und Bau EUR 1,4 Mio. vorgesehen. Damit wäre dann wiederum Platz für 2 -3 weitere Gruppen geschaffen. Um die Zeit bis zur Fertigstellung zu überbrücken, hat die Gemeinde darüber hinaus die sehr gut geeigneten Räume eines früheren Gewerbebetriebs in der Erfurterstrasse angemietet. Dort soll der Betrieb zum Ende des Jahres aufgenommen werden.

Schon bei der Planung des Gemeindehaushalts war Bürgermeister Schejna von einer weiter wachsenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen (U3, Kindergarten und Hort) im Jahr 2019 aufgrund von Zuzügen und steigenden Geburtenzahlen ausgegangen. „Dennoch“, so Schejna bei der damaligen Einbringung des Haushalts, „leisten wir uns die Kinderbetreuung, die wir für angemessen erachten. Denn Kinderbetreuung ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge, eine Notwendigkeit auf dem Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Im August des vergangenen Jahres bereits hatte die Gemeindevertretung die Satzung der Kindertagesstätten geändert und die Betreuung von Kindern im Alter von 3 Jahren bis zum Schulbesuch kostenfrei gestellt – zumindest für 6 Stunden täglich, wie es auch das vom Hessischen Landtag beschlossene Gesetz zur Beitragsfreistellung vorsieht. Konkret sieht die praktische Ausgestaltung in Rodenbach dabei eine Kernbetreuungszeit ‪zwischen 8 und 12 Uhr vor. Daneben können die Eltern dann je nach Bedarfslage bis zu 10 Stunden pro Woche in 2 Paketen zu je 5 Stunden individuell und gebührenfrei hinzubuchen. Erst darüber hinaus müssen die Betreuungszeiten bezahlt werden.

Der finanzielle Ausgleich durch das Land Hessen reicht allerdings bei weitem nicht aus, um die entstehenden Kosten zu decken. Selbst von der durch den Landesrechnungshof geforderten Drittel-Finanzierung ist Rodenbach mit einem Kostendeckungsgrad von 27% weit entfernt. Die zwingend notwendige Betreuung der Unter-3-Jährigen sowie Hort und Kindertagespflege (in Rodenbach sind derzeit 15 Tagespflegepersonen tätig; 113 Hortplätze werden bereit gestellt) werden vom Land bei diesen Berechnungen im übrigen nicht berücksichtigt und als „freiwillige“ Leistungen der Gemeinde deklariert.

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