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Sie werden von der Ökologischen Forschungsstation Schlüchtern eingesetzt, um das Gras kurz und die Artenvielfalt in den wertvollen Biotopen hoch zu halten. Denn Schafe verdichten keinen Boden – jedoch knabbern sie gerne an Baumrinden. Ein ummantelnder Verbissschutz wird zukünftig dafür sorgen, dass auf den Wiesen nur noch Gras auf dem Speiseplan der tierischen Mähhelfer steht. Möglich macht diese Anschaffung ein Lottogewinn bei der Umweltlotterie. Etwa 350 Bäume werden so geschützt.

Der gemeinnützige Verein Ökologische Forschungsstation Schlüchtern e.V., ÖFS, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Auswirkungen von Umweltbedingungen auf Vögel, Insekten und Tiere in der Region zu monitoren, naturpädagogische Veranstaltungen anzubieten und Streuobstwiesen in der Region Schlüchtern ökologisch zu bewirtschaften. Über 20 Hektar umfassen die Obstwiesen, auf denen keinerlei Spritzmittel, dafür aber tierische Helfer zum Einsatz kommen. Ziel der Bewirtschaftung ist es, diese besonderen Biotope in ihrer enormen Artenvielfalt naturbelassen zu erhalten. Damit sollen lokale Obstsorten bewahrt und heimische Pflanzen und Tiere geschützt werden.

Für die Pflege dieser Wiesen und Bäume muss das aufwachsende Gras regelmäßig gekürzt werden. „Wenn man dies mit schweren Maschinen tun muss, dann verdichtet man den Boden oft so stark, dass vor allem jene Insekten Probleme bekommen können, die auf eine lockere Bodenstruktur angewiesen sind. Als Beispiel wäre hier die Gelbe Rasenameise zu nennen, die wiederum Hauptnahrung für den selten gewordenen Wendehals ist, der kleinsten Spechtart in unseren Breiten“, erklärt Dr. Karl-Heinz Schmidt, Diplom-Biologe aus Schlüchtern und Projektverantwortlicher der ÖFS. „Wir arbeiten daher mit Schäfern der Region zusammen, die regelmäßig ihre Tiere - unsere wolligen Rasenmäher - auf den Obstwiesen weiden lassen. Leider finden die Schafe nicht nur das Gras und die Kräuter sehr schmackhaft, sondern auch die Rinde unserer Bäume.“ Ist eine Baumrinde jedoch zerbissen, so stirbt der Baum ab. Damit die tierischen Mähhelfer und die Bäume friedlich koexistieren können, sollen die Rinden mit einem Verbissschutz ausgestattet werden. Deshalb meldeten Schmidt und sein Team ihr Vorhaben unter dem Stichwort „Wollige Rasenmäher und geschützte Bäume“ im Sommer 2020 für den mit 5000 Euro verbundenen Zusatzgewinn der Umweltlotterie GENAU an. Der glückte am 12. Februar. Nun können zunächst rund 350 Obstbäume sukzessive mit dem notwendigen Schutz ummantelt werden. Im Mai dieses Jahres soll die Maßnahme auf dieser ersten Fläche abgeschlossen sein, im Herbst folgen dann weitere Wiesen.

Der Einsatz für Natur und Umwelt der ÖFS wird nicht zum ersten Mal belohnt: Mit Hilfe von GENAU entstand bereits im Frühjahr 2016 eine über 300 Meter lange, mit einheimischen Pflanzen bestückte Hecke, die die Lebensräume von Haselmäusen und anderen Tieren verbindet. Im September 2018 förderte die Umweltlotterie dann das Beemobil des Vereins als bewegliche Ansiedlungshilfe für solitäre Bienen mit 5000 Euro, weitere 5000 Euro kamen im Mai 2020 hinzu, die der Verein in den Ausbau seines Heckenwelten-Naturerlebnispfades investierte. „Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir nun ein weiteres Umweltprojekt dank GENAU vorantreiben können“, so Schmidt, „das motiviert uns zusätzlich, uns für den Erhalt einer intakten Umwelt in der Region einzusetzen.“

Das Projekt „Wollige Rasenmäher und geschützte Bäume“ ist damit das vierte des ÖFS und das kreisweit 29. Projekt in Main-Kinzig, das seit dem Start der Umweltlotterie GENAU den Zusatzgewinn für die Umwelt erzielen konnte. Der Kreis profitierte damit bislang von einer Umweltförderung aus der Lotterie GENAU in Höhe von insgesamt 145.000 Euro für ihre Umweltprojekte. Bewerbungen für den GENAU-Zusatzgewinn können jederzeit unter www.genau-lotto.de/projekteinreichen angemeldet werden. Sie werden dann nach fachlicher Prüfung durch den Umweltprojektbeirat in den Kreis der zur Auswahl stehenden Umweltprojekte aufgenommen.

Das Spielprinzip der 2016 gestarteten Umweltlotterie GENAU von LOTTO Hessen ist weltweit einmalig: Jeder Tipper gibt auf seinem Spielschein eine hessische Postleitzahl an und erhält pro Los eine fünfstellige Identifikationsnummer,  die sogenannte Los-ID. Aus allen teilnehmenden Losen wird dann die Los-ID gezogen, auf die der garantierte Hauptgewinn von mindestens 10.000 Euro entfällt und die gleichzeitig den Gewinner-Landkreis bestimmt. Alle  teilnehmenden Lose im Landkreis oder der kreisfreien Stadt des Hauptgewinners gewinnen, außerdem ein Umweltprojekt. Welche Natur- und Umweltprojekte mit dem 5.000 Euro-Zusatzgewinn gefördert werden, entscheiden die jeweiligen Wochengewinner von GENAU.

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