Naturschutz und Naturpädagogik sind wichtige Bausteine

Schlüchtern
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Am Donnerstag, 4. März, besuchte Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Hessischen Landtag, die Ökologische Forschungsstation Schlüchtern (ÖFS).

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Anwesend waren Günter Koch (Ortsverbandsvorsitzender der Grünen Schlüchtern), Bettina Koppmann-Rumpf (ÖFS), Gerd Neumann (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtparlament) Jan Rüffer (Bauausschussvorsitzender) und Dr. Karl-Heinz Schmidt (ÖFS).

Die ÖFS - aus dem Fachbereich “Ökologie” der Universität Frankfurt hervorgegangen - ist seit Jahrzehnten in Schlüchtern angesiedelt, ist aber mit den verschiedensten Institutionen wie Naturschutzverbänden, Universitäten, Naturschutzbehörden oder Landwirten vernetzt und kann mit ihrem Einsatz als überregionales Vorzeigeprojekt angesehen werden. Dr. Karl-Heinz Schmidt, Leiter der Forschungsstation, stellte das umfangreiche Programm der ÖFS vor. Neben Grundlagenforschung sind Naturschutz und Naturpädagogik wichtige Bausteine der Arbeit des gemeinnützigen Vereins. Interessiert ließen sich Die Grünen von Herrn Dr. Schmidt den europaweit einzigartigen Forschungsansatz, den er und sein Team seit über 50 Jahren standardisiert und lückenlos verfolgen, erklären:

Engmaschig werden hier ganzjährig Daten zu höhlennutzenden Tierarten wie Singvögeln, Insekten und Kleinsäugern (z. B. Haselmaus) in den unterschiedlichsten Waldhabitaten erfasst und ausgewertet. Diese Daten erlauben unter anderem Aussagen über die langfristige Entwicklung von Beständen einzelner Arten. Frau Koppmann-Rumpf betont, dass z. B. gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaentwicklung kleinteilige Informationen wie Anzahl und Sterblichkeit der Jungtiere oder Veränderungen beim Zug- und Wanderverhalten einzelner Arten es ermöglichen zu erfassen, wo genau sich Veränderungen im Artengefüge ergeben und an den richtigen Stellen gegenzusteuern.

Auch der Naturschutz wird bei der ÖFS großgeschrieben: Der Schwerpunkt liegt hier auf den besonders artenreichen Streuobstwiesen, die für über 5000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum darstellen und der Förderung von Insekten. Zusätzlich werden im Rahmen der “Hessischen Biodiversitätsstrategie” kontinuierlich Hecken, die Wohnraum für viele Tierarten und zudem wichtige Korridore zwischen Lebensräumen bieten, angelegt und gepflegt. Aber auch zukunftsweisende Gemeinschaftsprojekte wie zum Beispiel die Initiative “Schlüchtern blüht” oder der in 2020 angelegte „Zukunftswald“ werden von der ÖFS fachlich und personell unterstützt und begleitet.

Die Vermittlung von fachlichem Wissen und die Freude am Erhalt unserer Tier- und Pflanzenarten vereinen die Mitarbeiter der ÖFS in ihrem naturpädagogischen Zweig, der altersübergreifend ein breites Spektrum an Aktivitäten anbietet. So gelingt es, Menschen frühzeitig in die ökologischen Zusammenhänge einzubinden und für naturschutzrelevante Themen zu sensibilisieren. Damit hier alle Menschen teilhaben können, wurde bei der Renovierung der Räumlichkeiten auf Barrierefreiheit großen Wert gelegt. Schulen, Kindergruppen, Universitäten aber auch private Interessierte oder Firmen nutzen das abwechslungsreiche Angebot der ÖFS.

Mathias Wagner zeigte sich beeindruckt von dem Gesamtkonzept, der Kontinuität und den vielfältigen Aspekten der Arbeit. Besonders die umfangreichen Daten, die in dieser Langzeituntersuchung zu umweltrelevanten Fragestellungen herangezogen werden können, eröffnen viele Möglichkeiten. Schließlich liegt den Grünen schon seit Jahrzehnten besonders der Erhalt intakter Lebensräume und der Artenvielfalt am Herzen. Institutionen wie die ÖFS, die sich seit Jahrzehnten für diese Ziele engagieren sind daher wichtige Mitstreiter, die es zu unterstützen gilt: Mindestens zwei zusätzliche dauerhafte Personalstellen sowie zeitlich begrenzte Stellen für die Dateneingabe der mehr als 30 Millionen Einzeldaten würde sich die ÖFS zunächst wünschen, um die vielfältige Arbeit fortführen und – vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen - ausbauen zu können.

Foto: Auch unter Corona-Bedingungen interessiert sich Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Hessischen Landtag, für die wertvolle Arbeit der Ökologischen Forschungsstation in Schlüchtern.

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