Vom Pilotprojekt zum Leuchtturm

Wallroth
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Wenn’s tagsüber in Wallroth brennt, dann klingelt’s bei Eckart Hydraulik: Insgesamt 13 Mitarbeiter des Wallrother Unternehmens unterstützen die Freiwillige Feuerwehr Wallroth in der Tagesbereitschaft.

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Und das, obwohl viele eigentlich zu ganz anderen Wehren gehören. Gemeinsam mit der Stadt Schlüchtern hat Eckart dieses Pilotprojekt gestartet.

Sie alle haben einen Funkmeldeempfänger am Hosenbund, und wenn der piept, dann geht’s raus. So kennt man das generell von Feuerwehrleuten. Bei Eckart Hydraulik in Wallroth ist das auch so. Es gibt aber eine Besonderheit: Viele der Mitarbeiter sind eigentlich in anderen Wehren beschäftigt. Sie unterstützen tagsüber allerdings die Freiwillige Feuerwehr Wallroth, wenn es im Einsatzgebiet zu einem Notfall kommt.

Der Grund ist ganz einfach: Da viele Leute tagsüber nicht in ihrem Heimatort sind, ist es um die Tagesbereitschaft in allen Freiwilligen Feuerwehren recht schlecht bestellt. Das Pilotprojekt von Feuerwehr, Stadt Schlüchtern und Eckart Hydraulik setzt genau dort an. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor und Wallrother Wehrführer Andreas Leipold freut sich über das Engagement der vielen freiwilligen Helfer, aber auch des Unternehmens Eckart. Er sagt: „Toll, dass wir das hier in Wallroth hinbekommen haben. Die Jungs packen sich das ja zusätzlich noch drauf und sind trotzdem für ihre heimischen Wehren da.“

Namentlich sind das: Florian Bensing, Jürgen Bensing, Maximilian Bischof, Nico Böhm, Thore Decker, Tim Fehl, Julian Klug, Jonas Kullmann, Levin Lauer und Tim Menzl. Sie sind eigentlich in anderen Wehren beschäftigt: Freiensteinau, Herolz, Hintersteinau, Hutten, Magdlos, Mottgers, Oberzell, Stork und Ulmbach. Dazu kommen die Wallrother Feuerwehrleute: Markus Basermann, Markus Jahn und Stefan Limpert. Die Qualität der Feuerwehrleute sei sehr hoch, betont Leipold. Ein Gruppenführer sei dabei, außerdem verfügten die Mitarbeiter über viele Zusatzausbildungen, zum Beispiel hätten sie Lehrgänge zum Atemschutzträger gemacht oder für die Technische Hilfeleistung beim Verkehrsunfall. „Das ist eine starke Truppe“, sagt Leipold.

Das Projekt läuft seit 2018. Die Bilanz ist sehr positiv. Eckart-Geschäftsführer Markus Eckart: „Ich bin überzeugt von der Idee, deshalb unterstützen wir das selbstverständlich.“ Er würde sich freuen, wenn sich in jedem Stadtteil ein unterstützendes Unternehmen finden würde. „Nur so können wir sicherstellen, dass tagsüber in allen Schlüchterner Ortschaften schnell genügend Profis da sind, wenn es mal brenzlig wird.“ Schließlich gehe es oftmals um jede Sekunde. Dafür nimmt Markus Eckart auch gern in Kauf, dass die Maschinen für die Zeit eines Einsatzes stillstehen.

Die Stadt Schlüchtern unterstützt dieses Vorhaben ebenfalls materiell: Für jeden Feuerwehrmann hat sie eine komplette Wehrausrüstung angeschafft, die im Feuerwehrgerätehaus in Wallroth auf ihren Einsatz wartet. Der Wert einer Ausrüstung liegt bei circa 1400 Euro. Einsätze gab es auch schon: Eckart-Mitarbeiter rückten zu Unfällen auf der Autobahn A66 aus, stemmten sich gegen Hausbrände und löschten schon Flächenbrände. „Bei diesen Fällen haben wir gesehen, wie wichtig die Eckart-Feuerwehrleute sind“, sagt Andreas Leipold abschließend.

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