Kurz vor 23 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Brand mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“ von der Leitstelle alarmiert worden. Schon nach wenigen Minuten waren die Helfer aus den Stadtteilen Vollmerz und Herolz sowie der Innenstadt am Einsatzort eingetroffen. Unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Andreas Leipold starteten sie sofort mit einer Riegelstellung von mehreren Seiten mit der Brandbekämpfung von außen. Das schnelle Eingreifen zeigte rasch Erfolg. Die Flammen konnten zügig eingedämmt und abgelöscht werden, so dass ein noch größerer Schaden verhindert wurde.
Das Feuer hatte auf der Rückseite des Gebäudes offenbar auf einem Balkon im ersten Stock seinen Entstehungsort. Von dort griffen die Flammen auf die rückwärtige Fassade mit seiner Holzverkleidung und den Dachstuhl über. Nach der Brandbekämpfung mit Wasser öffneten die Einsatzkräfte Teile der Dachabdeckung, um an mögliche Glutnester im Spitzboden heranzukommen. Im Einsatz war dabei auch eine Wärmebildkamera sowie die Drehleiter der Innenstadt-Wehr.
Insgesamt 45 Kräfte der drei Feuerwehren waren in Aktion, die mit acht Fahrzeugen angerückt waren. Hinzu kamen zudem Aktive der Rot-Kreuz-Bereitschaft Schlüchtern. Die drei Familienmitglieder wurden vorsorglich vor Ort wegen einer möglichen Raugasintoxikation untersucht. Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) kam noch in der Brandnacht vor Ort und machte sich persönlich ein Bild von dem Schadensausmaß. Nach seinen Angaben kam die Familie anschließend in einer Ferienwohnung in einem anderen Stadtteil unter. Er wollte auch am Pfingstsonntag den Betroffenen Hilfe leisten.
Wie das Polizeipräsidium Südosthessen an Pfingsten mitteilte, ist die Ursache des Brandes bislang unklar. Den am Wohnhaus entstandenen Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 10000 Euro. / hd
Alle Fotos: Ulrich Schwind








