Gemeindevertretung unterstützt Flurbereinigung der Nidderaue

Schöneck
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Auf Antrag der Schönecker Grünen wird der Gemeindevorstand beauftragt, eine grundlegende Neuordnung der Nidderaue auf eigener Gemarkung zu prüfen.

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Dies könnte mehrere Schönecker Probleme und Wünsche auf einen Streich lösen.

Als „Schweizer Taschenmesser“ bezeichnet Wolfgang Seifried, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen in Schöneck, den Antrag seiner Partei aufgrund seiner vielfältigen Wirkungen: Eine Neuordnung der Flächen würde zur Verbesserung der Nidder-Wasserqualität sowie des Hochwasser- und Naturschutzes führen, außerdem ließen sich so Anfahrtswege für Schönecker Landwirte zu ihren Feldern und Wiesen reduzieren und das Wegenetz für Fußgänger und Radfahrer verbessern. Die Gemeinde entspräche damit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und könnte Synergien mit der bestehenden Initiative „Schönecker Rundweg“ und dem Radwegevorhaben „RadiuS7“ ausschöpfen. Zudem würde Schöneck an das bereits laufende Flurbereinigungsverfahren der Stadt Nidderau anschließen und eine naturnahe Entwicklung von Nidder und Nidderaue großflächig ermöglichen.

Im Detail ist vorgeschlagen, die Hochwasserschutzfunktion der Nidderaue so auszubauen, dass Starkregenereignisse besser aufgefangen werden können. Dafür sollen 20 Meter breite Uferrandstreifen ausgewiesen werden. Um den Artenschutz durch vernetzte Rückzugsgebiete und Nahrung für Wildtiere und Insekten zu fördern, sieht der Antrag vor, 10 Prozent der Fläche dauerhaften Blühstreifen und Hecken zu widmen. Ein weiteres Problem, das sich in diesem Zuge lösen ließe: Seit Sperrung der Brücke hinter der Thylmann-Mühle haben Kilianstädter Landwirte erhebliche Umwege in Kauf zu nehmen, um ihre Flächen in der Nidderschleife zu bewirtschaften. Durch eine Neuordnung könnten die Grundstücke so aufgeteilt werden, dass sie leichter von den Landwirten aus den jeweiligen Ortsteilen erreichbar sind. Flächen für Uferrandstreifen und Hecken sollen von der Gemeinde übernommen und mit den Landwirten gegen landwirtschaftlich besser nutzbare Flächen getauscht werden. Daraus ergibt sich auch die Chance, die lange gewünschte Wegeverbindung zwischen Büdesheim und Oberdorfelden zu realisieren, ebenso wie zwischen Büdesheim und Heldenbergen/Windecken.

„Da steckt eine Menge Potenzial drin“, ist sich Fraktionschefin Dr. Barbara Neuer-Markmann sicher, „eine Win-Win-Situation für Umwelt, Landwirte, Radfahrer und Fußgänger. Ob sich das alles so realisieren lässt, muss der weitere Verlauf zeigen. Aber wir freuen uns sehr, dass die Gemeindevertretung zugestimmt hat, den Versuch zu starten.“

Foto: Nidderauer und Schönecker Grüne prüfen vor Ort, wie sich Lücken im Wegenetz zwischen Büdesheim und Heldenbergen/Windecken schließen ließen.

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