Generalprobe für anstehende Gesellenprüfung

Sannerz
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„Erstmals sind gleich neun Auszubildende unserer Ausbildungswerkstatt zur Gesellenprüfung angemeldet, das hatten wir noch nie“ vermerkt Werkstattleiter Rolf Weber und es ist ihm die Anspannung vor dieser großen Aufgabe anzumerken.

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Sechs der neun angehenden Schreiner sind junge Geflüchtete aus Eritrea, Afghanistan und Somalia, deren Ausbildung über das Projekt „Sannerz integriert“ finanziert wird. „Diese jungen Leute haben es echt verdient, dass ihnen mit der Ausbildung eine existenzsichernde Perspektive für ihr Leben geboten wurde,“ meint Michael Blum, Ausbilder in der Werkstatt, und seine drei Kollegen nicken zustimmend.

Insgesamt spüren die Ausbilder und auch Marion Hourle vom Pädagogischen Dienst, dass die Nervosität, Unsicherheit und Versagensangst unter den angehenden Tischlern und Fachpraktikern für Holzverarbeitung steigt. Um dem entgegen zu wirken wurde im Holzteam die Idee einer simulierten praktischen Gesellenprüfung entwickelt. „Sie sollen ein kleines Gesellenstück bauen, in dem alle prüfungsrelevanten Anforderungen eingebaut sind,“ erläutert Weber das Projekt und Christian Kohl ergänzt: „Wenn sie alles einmal durch haben, erhalten sie mehr Sicherheit und werden vielleicht ruhiger.“ Eifrig ging es zur Sache, die Motivation war groß. Ging doch das kleine Schränkchen nach Fertigstellung in den Besitz der Auszubildenden über. Bei Planung, Entwicklung, Erstellen der Materialliste, Zeichnung und Umsetzung standen alle vier Ausbilder zur Seite, die Zeichnungen in CAD werden überwiegend von Achim Kreß begleitet. Das Schränkchen verfügt über eine abschließbare Tür, der Schubkasten musste gezinkt werden und alle Teile wurden furniert. Nach dem Zusammenbau wurde alles lackiert, der Schubkasten eingepasst und dessen Blende mit einem Wurzel-, Nussbaum oder Pflaumenfurnier gestaltet.

Mit Stolz betrachteten die angehenden Gesellen ihr fertiges Möbelstück und bekamen nun die Rolle der Prüfungskommission, in dem sie ihr Stück nach vorgegebenen Kriterien bewerten mussten. „Das Ergebnis war überraschend,“ wunderte sich Rolf Weber. Alle Prüflinge hatten sich strenger bewertet als die Ausbilder. Ausbilder und Auszubildende sind sehr zufrieden mit der Generalprobe. Es wurde deutlich, dass bei allen Jungs die handwerklichen Fähigkeiten deutlich besser ausgeprägt sind als in der Fachtheorie. Hier gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Für die jungen Azubis war es sicher ein gutes Projekt, um den bevorstehenden Anforderungen mit mehr Ruhe und Sicherheit Stand zu halten. Das kleine Möbelstück wird auf jeden Fall für Awet, Johannes, Anton, Fishaye, Teklit, Kassim, Abdullah, Michael und Robin einen bleibenden Wert haben und sie an ihre Lehrzeit in Don Bosco Sannerz erinnern.

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