Zukunft des Brüder-Grimm-Hauses: Nächster Bürgermeister soll entscheiden

Steinau
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Die Gerüchte über die Schließung des Brüder-Grimm-Hauses in Steinau und die dazu angekündigte Demonstration am Mittwoch (15. Juli, 16.30 Uhr) kommentiert der SPD-Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa.

Er ist der Auffassung, dass diese Entscheidung nicht getroffen werden sollte, bevor ein neuer Bürgermeister im Amt ist. „Schließlich muss der nächste Bürgermeister diese Entscheidung auch ausbaden, denn hier geht es um die zukünftige kulturelle Ausrichtung von Gesamt-Steinau. Steinau hat Ewigkeiten um den Titel Brüder-Grimm-Stadt gekämpft. Jetzt sind wir kurz davor, diesen wieder zu verschenken“, sagte Jacob-da Rosa und unterstrich, dass es um mehr als den Tourismus in der Region geht. „Die Brüder Grimm haben ihre Kindheit und Jugend bei uns verbracht. Sie lebten uns vor, was wir in unserem Leben erreichen können und sind deshalb auch so etwas wie Mutmacher. Das Erbe der Brüder Grimm ist auch Teil der Identität aller Steinauerinnen und Steinauer. Wenn wir jetzt das Brüder-Grimm-Haus schließen, ist das auch ein Verrat an uns selbst“, so Timo Jacob-da Rosa.

Zudem erinnert der SPD-Bürgermeisterkandidat daran, dass Kultur in der Hessischen Verfassung als Verfassungsziel verankert ist. Deshalb will er sich dafür einsetzen, dass auch der Kreis und das Land unterstützend beim Erhalt des Brüder-Grimm-Hauses wirken. „Das große Problem der beiden Museen in Steinau ist doch, dass in der Vergangenheit wichtige Fördermittel von der Stadt nicht gegenfinanziert wurden und Auszahlungen so häufig nicht zustande kamen. Jetzt gilt es in die Zukunft zu blicken und die Finanzierung der Museen auf solide Füße zu stellen. Das sollte aber die Aufgabe des nächsten Bürgermeisters sein. Deshalb kann ich nur an alle Beteiligten appellieren, für das Brüder-Grimm-Haus zu kämpfen und zumindest bis zum nächsten Bürgermeister den Erhalt sicherzustellen“, sagte Timo Jacob-da Rosa, der dazu aufruft, an der geplanten Demonstration am Mittwoch für den Erhalt der Museen teilzunehmen: „Erst das Schwimmbad, jetzt die Museen. Aktuell sorgen die Bürgerinnen und Bürger dafür, dass wichtige Infrastruktur in Steinau erhalten bleibt. Wir müssen wieder dahin zurückkommen, dass die Verantwortlichen solche Demonstrationen durch kluges Handeln überflüssig machen.“

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