Seniorenzentrum Steinau feiert 20-jähriges Bestehen

Steinau
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„Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich daran denke, wie aus einer ehrenamtlichen Initiative ein modernes Seniorenzentrum entstanden ist.“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, auf der akademischen Feier, anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Seniorenzentrums Steinau.

Simmler, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises ist, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und ging auf die Entstehungsgeschichte des Seniorenzentrums ein. Als einen Meilenstein bezeichnete Simmler die Übernahme der Einrichtung durch die Alten- und Pflegezentren im Jahr 1998: „Bei dieser Kooperation hat von Anfang an die Chemie gestimmt. Das ist in jeder guten Partnerschaft von entscheidender Bedeutung.“ Der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien, stimmte dem zu und würdigte die Leistungen all derer, die Anfang der 90er Jahre am Umbau des historischen Viehhofs, in ein modernes Seniorenzentrum beteiligt waren: „Im Rückblick kann man sich kaum vorstellen, dass der Viehhof vor dem Umbau eine Brandruine war, von der nur noch die Außenmauern standen.“

Einrichtungsleiter Mario Pizzala sprach über den langen Weg, den die Pflegeeinrichtung in den letzten 20 Jahren zurückgelegt hat und blickte positiv in die Zukunft: „Wir haben in der Vergangenheit alle Aufgaben gemeistert und sind auch auf zukünftige Herausforderungen gut vorbereitet.“ Neben der Feier des 20-jährigen Bestehens der Pflegeeinrichtung, stand der Vortrag "Wir werden weniger, älter, bunter – wie wollen wir im Alter leben?" des Diplom-Volkswirts Franz J. Stoffer im Mittelpunkt der Veranstaltung. Darin behandelte Stoffer auf amüsante und informative Weise, die Folgen einer alternden Gesellschaft. Anhand einer fiktiven Geschichte aus dem Jahr 2060 zeigte er auf, wie sich unsere Gesellschaft durch den demographischen Wandel verändern könnte. So könnte es statt einer Rente, ein bedingungsloses Grundeinkommen geben, dass es Senioren bis ins hohe Alter ermöglichen würde, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und sich auf ganz neue Weise in die Gemeinschaft einzubringen. Darüber hinaus sprach Stoffer über die vielfältigen Aspekte des Alters. So würden viele Klischees über ältere Menschen nicht zutreffen und das Bild einer älter werdenden Gesellschaft wäre gerade in der medialen Darstellung häufig negativ besetzt. Die gestiegene Lebenserwartung sei jedoch nicht das Problem, sondern dass zu wenige Kinder nachkommen. Stoffer plädierte für einen offenen und positiven Umgang mit dem Alter: „Die Japaner sprechen von einer Gesellschaft des langen Lebens“, und unterstrich wie wichtig die Themen Selbstbestimmung und soziale Teilhabe für ein langes und erfülltes Leben sind.

Als Geschäftsführer leitete Stoffer bis 2011 das renommierte Sozialunternehmen CBT- Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft in Köln. In den 32 Jahren seiner Geschäftsführertätigkeit entstanden 38 Sozialimmobilien mit Angeboten für ältere Menschen, für Jung und Alt, für Menschen mit einer geistigen Behinderung sowie für Mütter und Kinder in der Klinik für Vorsorge und Rehabilitation. Musikalisch untermalt wurde der Abend von der Musik-Gruppe poco-piu, der Konzertharfenistin Cordula Poos und des Perkussionisten Markus Reich. Durch die Mischung unterschiedlicher Musik-Genres verzauberten sie das Publikum mit sphärischen Klängen und beschwingten Rhythmen. Beim anschließenden Imbiss, kamen die Besucher mit den Gastgebern ins Gespräch und ließen den Abend gemütlich Revue passieren.

Foto: Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler begrüßt die Gäste der akademischen Feier im Seniorenzentrum Steinau.

Foto: Diplom-Volkswirts Franz J. Stoffer referiert über die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft.

Foto: Zahlreiche Gäste waren zum 20-jährigen Jubiläum des Seniorenzentrums Steinau erschienen.

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