Syrischer Flüchtling hilft bei Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen

Wächtersbach
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Gerade einmal vier Tage alt war die jüngste Tochter von Mohanad Alshadad Almohamad, als er mit seiner Familie nach einer abenteuerlichen Flucht über die Türkei und den Balkan deutschen Boden erreichte.

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Inzwischen ist das Mädchen drei Jahre und seine syrische Familie hat sich mustergültig in Wächtersbach eingelebt. Vater Mohanad spricht fast fließend deutsch und ist studierter Jurist. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ihm mit Unterstützung des Jobcenters des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelang. Der 37-Jährige arbeitet, mitunterstützt durch das KCA-Jobcenter, im Bereich „Zentrale Dienste“ der Messe-Stadt Wächtersbach und hilft dort bei der Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen. Ein wichtiger und notwendiger Prozess, insbesondere im Hinblick auf den geplanten Umzug des Rathauses in das Schloss Wächtersbach. Die Stelle ist befristet.

Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises und Vorsitzende des KCA-Verwaltungsrates, nahm die erfolgreiche Vermittlung zum Anlass für einen Vor-Ort-Besuch. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Weiher war sie sich einig, dass positive Beispiele wie das von Mohanad Alshadad Almohamad jede Pauschalkritik gegen nachhaltige Integrationsmaßnahmen widerlegen. „Es gibt bei der Frage, wie wir Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren, immer noch viel zu tun, das ist richtig. Aber ganz Beachtliches haben wir in den vergangenen Jahren auch erreicht und gute Beispiele wie dieses in Wächtersbach zeigen, dass starke, lokale Bündnisse helfen, die Vermittlung in Arbeit erfolgreich hinzubekommen“, betonte Simmler.

Der Bürgermeister sagte, gewisse Sorgen bei Bürgerinnen und Bürgern bezüglich der Integration müsse man ernstnehmen. „Integration gelingt langfristig, wenn alle Seiten am Ball bleiben. Am Beispiel der Familie Alshadad kann man das eindrücklich sehen“, so Andreas Weiher. Die Sozialdezernentin pflichtete ihm bei und ergänzte, dass die Förderung der einen nicht zu Lasten anderer gehe. „Wir setzen unsere Ressourcen in unserem kreiseigenen Jobcenter ausgewogen für alle Menschen ein, keine Personengruppe wird dabei bevorzugt. Erleichtert wird dies dadurch, dass wir als Optionskommune immer flexibel sind und unbürokratisch und bürgernah agieren können. Wir nehmen diese zentrale Aufgabe selbstständig in kommunaler Eigenverantwortung wahr und das mit anhaltendem Erfolg.“

Susanne Simmler sprach mit dem mit dem syrischen Neuzugang in der Wächtersbacher Verwaltung noch vertieft über seine bisherigen Erlebnisse, lobte die Deutschkenntnisse des dreifachen Vaters und ermunterte ihn, sich weiter selbstbewusst und aus eigenem Antrieb in der Verwaltung wie auch im Wohnort zu engagieren. „Unsere Hilfestellungen für Menschen mit Fluchthintergrund sind richtig und sie lohnen sich. Ich danke aus diesem Anlass der Stadt Wächtersbach stellvertretend für all jene Arbeitgeber und Verbände, die für eine gelingende Integration ihren Beitrag leisten.“

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