BI Bahnausbau erwartet enorme Belastung für Mensch und Natur

Wächtersbach
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Vor einigen Tagen fand im Restaurant Marinero die Hauptversammlung der Bürgerinitiative Bahnausbau Wächtersbach statt.

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Neben den zu besprechenden Vereinsangelegenheiten wurden intensiv die Ergebnisse der aktuellen Bahn-Planung und die Präsentationen des letzten Dialogforums zum Bahnausbau diskutiert. Sehr froh zeigten sich die anwesenden Mitglieder, dass die zuvor in der Planung diskutierten Varianten V, VI und VII nicht weiterverfolgt werden, welche für die Innenstadt und die Talgemeinde-Stadtteile massive Beeinträchtigungen der Lebensqualität bedeutet hätten. Aber auch die von der Bahn favorisierte Variante IV mit einem enormen Brückenbauwerk zur Talquerung im Westen der Stadt, verbunden mit den zu erwartenden Tunnelbaustellen Richtung Wirtheim und Aufenauer Berg, werden eine enorme Belastung für Mensch und Natur auf Jahre hinweg darstellen.

Wenig zufrieden waren daher die anwesenden BI-Mitglieder mit der Beurteilung der Bahn zur eingebrachten Variante der Arbeitsgemeinschaft ARGE Bahndreieck Spessart, welche nach Meinung der BI, für Wächtersbach die deutlich bessere wäre. Auch bei dieser Variante ist eine Brücke im Süden der Stadt notwendig, um die Bestandsstrecke mit der Neubaustrecke im Bereich der Autobahn zu bündeln. Allerdings würde diese nicht so massiv das Landschaftsbild vor Wächtersbach beinträchtigen und eine geringere Belastung für die Bürgerinnen und Bürger des Westteils der Stadt darstellen. Aus diesem Grund werde man die Beurteilung dieser überarbeiteten Alternative weiterhin genau verfolgen und nach der Sommerpause erneut Gespräche im BI-Verbund Main Kinzig und mit Vertretern der ARGE Bahndreieck Spessart aufnehmen.

Eine wesentliche Forderung der BI Bahnausbau Wächtersbach sowie der Verantwortlichen der Region gilt es auch in Zukunft aufrecht zu erhalten und aufmerksam in der Bahn-Planung zu begleiten. Der von der Bahn bereits zugesagte Schallschutz, auch an der Bestandsstrecke, ist insbesondere mit einer zu erwartenden steigenden Belastung durch zunehmenden Regional- und Güterverkehr, ein wichtiger Punkt. Für eine Lärmreduzierung, welche alle Bahnanrainer des Main Kinzig Kreises entlasten würde, bedarf es aus Sicht der BI mehr als nur Lippenbekenntnisse der Planungs-Verantwortlichen. In den letzten Dialogforen zum Bahnausbau war dieser Schallschutz kein Thema mehr. Es ist darauf zu achten, dass dieser nicht mit den zuletzt öffentlichkeitswirksam sinngemäß publizierten Aussagen zur Neubauplanung „es wird für alle leiser“ unter den Tisch fällt.

Ein weiterer Punkt auf der Versammlungs-Agenda war die Finanzierung der Bürgerinitiative. Dabei sprach man sich mehrheitlich dafür aus, weiterhin keinen Mitgliedsbeitrag zu erheben und sich wie bisher weiterhin von Spenden zu finanzieren.

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