Neues Wassermanagement im Schlosspark

Wächtersbach
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Der Vorstand des Fördervereins Schloss u. Park hatte sich vorgenommen, in zwangloser Folge über den Fortgang der Sanierungsarbeiten am Schloss und im Park zu berichten.

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Während am Schloss viele Aktivitäten für die Passanten sichtbar sind, auch im Innern gehen die Arbeiten zügig voran, spielten sich in den Monaten Mai und Juni im Park Arbeiten ab, die im Nachhinein niemand sieht, die aber trotzdem von großer Bedeutung sind. Es galt, das im Erdreich völlig unkontrolliert fließende Wasser in einen definierten Wasserlauf zu verwandeln und somit vom Schloss fernzuhalten.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden im Park immer wieder Tonrohre verlegt und gemauerte Sandsteinkanäle hergestellt, um z.B. Wasser zum Schloss oder in die Teiche zu leiten. Und auch der Prinzessinnenweiher (auch Brauereiweiher genannt), der vom Angelweiher gespeist wird, hatte inzwischen drei Auslässe besessen, aus denen zum Teil Wasser einfach in die Erde abfloss. Das vollgesaugte Erdreich führte unter anderem zu den nassen Wänden des Schlosses. Mit den nachfolgend genannten Arbeiten wurde jetzt all diesem Einhalt geboten.

Begonnen wurde mit dem Prinzessinnenweiher, der schon nicht mehr als Weiher zu erkennen war. Er wurde etwa 50 cm tief ausgebaggert, seine natürliche Abdichtung blieb dabei erhalten, und seine ursprüngliche Form und Größe sind jetzt wieder hergestellt. Außerdem wurden die drei unnützen Auslässe geschlossen. Als einziger Ablauf des Prinzessinnenweihers dient jetzt ein Auslaufbauwerk, ein sogenannter Mönch, aus dem in einem 500 cm großen Kunststoffrohr das Wasser zum großen Weiher fließt. Das Rohr verläuft zunächst in Richtung Hang und dann am Hang entlang zum Weiher.

Parkbesuchern ist vor einiger Zeit das große Loch gegenüber der Pyramideneiche aufgefallen. Hier wurde eine marode Kanalverteilung gefunden, mit der ursprünglich Wasser zum Schloss und zum großen Weiher geleitet wurde. Auch hier wurde saniert. Die Verbindung zum Schloss wurde geschlossen, ein kleines Kunststoffrohr leitet das eventuell noch anfallende Wasser in Richtung des großen Weihers, wo es kurz vorher auf den Hauptkanal trifft. Völlig neu ist das Auslaufbauwerk des neu verlegten Kanals am großen Teich. Dieses besitzt einen sogenannten Sandfang, in dem sich mit dem Wasser ankommender Sand und Erde absetzen, sodass nur noch sand- und erdfreies Wasser in den Teich fließt.

Gleichzeitig mit diesen Arbeiten hat der Park am Hang eine Geländemulde erhalten, die sich bereits beim Starkregen im Juli bewährt hat. In einem Graben (Mulde), der von der Sommerterrasse etwa 100 Meter zum großen Teich verläuft, wird das vom Hang kommende Wasser aufgefangen und fließt über drei “offene“ gusseiserne Schachtabdeckungen ( „offen“ bedeutet nur große Schlitze, für Kinder ungefährlich) in den darunter verlaufenden Kanal. Durch den Sandfang gereinigt gelangt auch dieses Wasser in den Teich. Mit all diesen Maßnahmen wurden die bisherigen Wasserprobleme im Park gelöst. Die zum Schluss planierte Parkfläche mit der Graseinsaat ist lediglich eine Zwischenlösung bis zur endgültigen Gestaltung des Schlossparks.

Foto: Auslaufbauwerk am Prinzessinnenweiher für den neuen Kanal.

Foto: Auslaufbauwerk des neuen Kanals am großen Teich.

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