ProWächtersbach: Kein Austausch auf Kreisebene

Wächtersbach
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Allgemeines Bedauern: Sowohl die Mitglieder von ProWächtersbach als auch die Gäste von der NABU Ortsgruppe Wächtersbach zeigten sich im Rahmen des jüngsten Stammtischs der Bürgerinitiative am zurückliegenden Donnerstag im Kikeriki enttäuscht davon, dass die Einladung an ProWächtersbach zu einem Austausch auf Kreisebene offenkundig "auf dem Postweg verloren gegangen" ist.

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"Da es vor Ort darum ging und weiterhin darum gehen wird, sich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu positionieren und Forderungen hinsichtlich sinnvoller Ausgleichsmaßnahmen zu artikulieren, haben wir bereits gemeinsam intensiv Vorarbeit geleistet", sind sich die beiden Vorsitzenden Andrea Euler (ProWächtersbach) und Karl-Richard Licht (NABU) einig.

Ein Maßnahmenkatalog wurde im Dialog mit der interessierten Bevölkerung erstellt, dann in etlichen Gesprächen mit den verschiedensten Fachleuten auf Sinnhaftigkeit und Effektivität diskutiert. Heraus kam ein ganz klares Bild: Im Sinne der Ökologie ist es unabdingbar, eine einzige, dafür aber umfangreiche und damit ökologisch auch nachhaltige Maßnahme anzustreben. "Es ist verständlich, dass alle Betroffenen vor Ort gerne eine - wenn auch kleine - Maßnahme verwirklicht sehen möchten, dieses Klein-Klein im Gießkannenprinzip ist allerdings aus Sicht der Nachhaltigkeit wenig sinnvoll", betont Annika Herchenröther vom Vereinsvorstand. Mit Blick auf die geplante Trassenführung und die ökologischen Begebenheiten sei "der große Wurf" ganz klar die Renaturierung der Kinzigauen zwischen Gelnhausen und Wächtersbach als größtes zusammenhängendes Biotop entlang der geplanten Trassenführung und mit dem geplanten Brückenbau am stärksten belastete Fläche entlang der geplanten Neubautrasse. Flüsse und Auen sind die artenreichsten Regionen in Deutschland, aber die Gewässer - auch hier - viel zu stark belastet.

In diesem Zusammenhang lehnt ProWächtersbach auch die von der Stadt vorgetragene Idee einer weiteren Straßenbaumaßnahme als "Autobahnzubringer" der Industriestraße rundheraus ab. "Die Idee, zur "Kompensation" einer Schienenbaumaßnahme eine Straße durch einen sensiblen Auenbereich zu planen, ist ein abenteuerlicher Gedanke“, formulierte Andrea Euler.

Erforderlich in der Aue ist der Ankauf der dortigen Flächen. Die Aue ist nach Einschätzung etlicher Fachleute in keinem guten Zustand. Die Flächen sollen in Zukunft komplett extensiv bewirtschaftet - oder am besten ganz aus der Nutzung herausgenommen werden. Karl-Richard Licht brachte in diesem Zusammenhang erneut den Vorschlag ein, den Altarm am Beginn des Radwegs Richtung Gelnhausen zu renaturieren. "Das wäre ein passender Anfangspunkt für die komplette Maßnahme, die sich - ökologisch sinnvoll - bis nach Gelnhausen erstrecken soll. Detail-Ideen wie Grünbrücken könnten in diesem Zuge mitdiskutiert werden.

Der intensiven Diskussion ging ein Bericht auf dem Dialogforum voraus, das Stephan Siemon für den Verein besuchte. Die Parlamentarische Befassung ist seinen Darstellungen zufolge immer noch nicht erfolgt. Siemon berichtete zudem von einem erneuten Telefonat mit der Verwaltungsrechtlerin Joy Hensel, die dem Verein juristisch zur Seite steht. Diskutiert wurde auch das Erscheinensbild der geplanten neuen Homepage des Vereins, die noch in diesem Jahr online gehen soll. Die in 2019 noch anstehenden Termine wurden auf mehrere Schultern verteilt: Die Bürgerversammlung in Wächtersbach, bei der der Bahnausbau ebenfalls thematisiert werden soll, wird ebenso von Vereinsmitgliedern besucht wie die Arbeitsgruppe Kompensationsmaßnahmen der Bahn. Die Feier zum Jahresabschluss findet am 2. Dezember in Tonis Pizzeria statt. Hierzu sind alle am Thema Interessierten herzlich eingeladen.

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