In Nordhessen: THW sprengt Gefahrenbäume

Wächtersbach
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Das Amtshilfeersuchen der Stadt Wolfhagen veranlasste die Sprengexperten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Wächtersbach, in Nordhessen Gefahrenbäume sprengtechnisch niederzulegen.

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Wie bereits Ende Oktober 2019 an der Mottener Haube (HessenForst Fulda) sind auch hier trockene und abgestorbene Buchen der Grund, dass die Gemeinde Wolfhagen am Knechtenberg (Nähe der Waldbühne) einen Gemeindeweg wegen einer nicht ausreichenden Verkehrssicherheit sperren musste. Die Trockenheit der vergangenen Jahre macht immer mehr den Laubbäumen zu schaffen. In Nordhessen konnte man die letzten Monate beobachten, wie die Buchen ihre Rinde verlieren, die Kronen trocken werden und Schleimspuren auf einen Pilzbefall hindeuten.

Nachdem am Knechtenberg alle konventionellen Mittel wie Baumkletterer oder der Einsatz von Teleskopmaschinen ausgeschöpft waren, wandte sich die Stadt Wolfhagen an das THW und bat um Amtshilfe. Die Hanglage sowie das unwegsame dicht bewachsene Gelände forderte dem Sprengteam diesmal einiges an Kondition ab. Die genaue Inaugenscheinnahme eines jeden einzelnen Stammes vor der Entscheidung, wie der Baum zu sprengen ist, waren am Vormittag die Hauptarbeit. Einige Bäume konnten nach ständiger Kontrolle der Bohrspäne mittels Bohrlochtechnik gesprengt werden, ein Baum war bereits morsch und instabil, dass hier nur noch ein Anlegen der Sprengladung in Frage kam.

Unterstützung bekamen die Sprengfachleute aus Wächtersbach durch den THW Ortsverband Wolfhagen, der mit seinem Zugtrupp sowie der Bergungsgruppe vor Ort war und die Absperrmaßnahmen zu den einzelnen Sprengungen koordinierte und ausführte. Im Radius von 300m rund um die Sprengstelle wurden alle Wege gesperrt, bevor die Sprengsignale die Sprengungen ankündigten. Kurz vor dem Dunkelwerden war es geschafft, insgesamt vier Buchen konnten sprengtechnisch mittels zwei Sprengungen niedergelegt werden.

Eingesetzte Kräfte:
- Fachgruppe Sprengen, THW OV Wächtersbach
- Zugtrupp und Bergungsgruppe, THW OV Wolfhagen
- Ein THW- Sprengberechtigte aus dem THW OV Schwalmstadt

Das Technische Hilfswerk ist die Einsatzorganisation des Bundes für den Bevölkerungsschutz mit rund 80.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften in deutschlandweit 668 Ortsverbänden. In Wächtersbach ist eine von zwei THW-Fachgruppe Sprengen in Hessen disloziert. Ihr Aufgabenspektrum reicht von der Gefahrenbeseitigung nach Wind- Schnee-, Eisbruch über die Beseitigung trockener absterbender Bäume bis hin zu Deichsprengungen, um bei extremen Hochwasserlagen das angestaute Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Weitere Einsatzoptionen sind das Eissprengen oder das Sprengen im und unter Wasser. Die Sprengexperten verfügen über das nötige „know how“, unterspülte und verbogene Schienenstränge schnell und präzise zu trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen.

Fotos: THW /OV Wächtersbach

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