Spende für „Keramikschaufenster Schloss Wächtersbach“

Wächtersbach
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Es ist schon von außen ein prachtvoller Anblick, das sanierte Wächtersbacher Schloss mit seinem hellen Putz, den in Sandstein gefassten Holzfenstern und den hübschen Schieferhauben der beiden Ecktürme.

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Im Inneren besticht als Erstes das historische Treppenhaus. Thorsten Stolz (SPD), Landrat und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen, hat nun gemeinsam mit Ole Schön, Vorstand der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen, dem Bürgermeister der Stadt Wächtersbach, Andreas Weiher (SPD), eine Spende der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen überreicht. Die Zuwendung in einer Höhe von 10.000 Euro fließt in das Projekt „Keramikschaufenster Schloss Wächtersbach“.

Dabei handelt es sich um eine Dauerausstellung mit besonderem Fokus auf der weltweit bekannten Wächtersbacher Keramik. Der Kunsthistoriker Pascal Heß hatte im Auftrag der Projektträgerin, der Stadt Wächtersbach, ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Er erläuterte es den Vertretern der Sparkassenstiftung bei einem Rundgang durch das Schloss. Das Konzept sieht vor, die Geschichte und Architektur des Schlosses, das fürstliche Leben der Familie zu Ysenburg-Büdingen in Wächterbach im 19. Jahrhundert sowie Teile der Sammlung „Wächtersbacher Keramik“ als Zeugnis der regionalen Industriegeschichte auf drei Stockwerken zu präsentieren – und zwar in den öffentlich zugänglichen Räumen und in den Fluren. Die Exponate werden dabei mit kurzen informativen Texten in ihren jeweiligen historischen Kontext gestellt.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) lobte die gelungene Sanierung des Schlosses, bevor er erläuterte, aus welchen Gründen die Sparkassenstiftung sich für eine finanzielle Förderung entschlossen hat. „Uns hat vor allem das Gesamtkonzept beeindruckt“, sagte er. „Pascal Heß ist ein Kenner der Materie, mit dem die Fachlichkeit in diesem herausragenden Projekt gegeben ist. Gleichzeitig hat uns überzeugt, dass der Heimat- und Geschichtsverein nicht nur eingebunden ist, sondern auch einen großen Teil der Exponate beiträgt, die im Schloss präsentiert werden. Die Ausstellung lebt schließlich von wechselnden Objekten, die Besucherinnen und Besucher immer wieder aufs Neue anziehen.“ Das Projekt „Keramikschaufenster Wächtersbach“ sei laut Stolz von großer regionaler Bedeutung, weise aber zugleich weit über die Region hinaus.

„Es ist ein Glücksfall, dass hier so viel Expertise mit dem ausdrücklichen Willen zur gemeinsamen Gestaltung zusammenkommt“, so der Landrat. Wenn die öffentlichen Gebäude wieder für Bürgerinnen und Bürger geöffnet seien, könne sich im Wächtersbacher Schloss jeder und jede zu den Öffnungszeiten der Verwaltung auf eine Reise in die eigene Kultur und die eigene Kulturlandschaft begeben. Wie Ole Schön berichtete, hat der Vorstand der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen einstimmig für eine Förderung des Projekts gestimmt. „Außerdem haben wir den Förderantrag mit einer eindeutigen Empfehlung an die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen weitergeleitet und konnten so eine Verdopplung der Summe von 5.000 auf 10.000 Euro erreichen.“

Bürgermeister Andreas Weiher bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. „Wir sind froh über die neue touristische Attraktion, die genau wie die geplante Gastronomie im Schloss dazu beitragen wird, die Altstadt zu beleben.“ Anschließend übergab er Thomas Janik vom Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach zu dessen Überraschung 2.000 Euro aus der Zuwendung der beiden Sparkassenstiftungen: „Zum einen als Anerkennung für die große ehrenamtliche Unterstützung, aber vor allem, weil die Betreuung der Ausstellung zukünftig überwiegend in den Händen des Vereins liegt. Bald wird der Heimat- und Geschichtsverein auch Führungen durch Schloss und Ausstellung anbieten.“

Foto: Landrat Thorsten Stolz, Ole Schön, Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen, Bürgermeister Andreas Weiher und Thomas Janik, Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach, ließen sich von Kunsthistoriker Pascal Heß das Konzept des „Keramikschaufensters Schloss Wächtersbach“ erläutern (von rechts).

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