Die Blockflöte: Kleines Instrument ganz groß

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Bereits wenige Tage nach Veröffentlichung ihres Angebotes in einem Workshop für Kinder ab sieben unter professioneller Anleitung eigene Blockflöten zu bauen, musste die Musikschule Main-Kinzig die Anmeldeliste schließen, so rege war die Nachfrage.

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Am vergangen Samstag war es dann soweit. Der musikalische Weihnachtsmarkt der Musikschule Main-Kinzig, jedes Jahr in der ehemaligen Synagoge Gelnhausen, jedes Jahr mit einem anderen Themenschwerpunkt, war in diesem Jahr ganz der der Blockflöte gewidmet. Alles stand unter der Regie der beiden Künstlerinnen und Instrumentalpädagoginnen Hanne Kaldun-Oehler, seit Jahren Fachbereichsleiterin an der hiesigen Musikschule sowie Sina Bayer, neu im Kollegium. Beide verfügen über ein entsprechendes Hochschulstudium in künstlerischer sowie pädagogischer Hinsicht, wodurch sie sich und das Angebot der Musikschule Main-Kinzig eindeutig in Qualifikation und Vielfältigkeit als einzigartig auszeichnen. Darüber hinaus konnte sich Sina Bayer ganz und gar durch ihre zusätzliche Ausbildung als Instrumentenbauerin optimal in das Angebot einbinden.

Zum Blockflötenworkshop, der am Samstag bereits in den frühen Morgenstunden begann, gesellte sich Sophie Mollenhauer, aus der gleichnamigen Fuldaer Blockflöten-Bau-Dynastie. Professioneller konnte der Tag nicht beginnen. 26 Kinder experimentierten, hörten, lernten, bohrten, schliffen, lernten und polierten, bis schlussendlich ein Instrument das eigene genannt werden konnte, welches an Klang und Qualität, denen aus den Läden in Nichts nach stand. Die Begeisterung und den Erfolg konnte selbst eine zwischenzeitlich defekte Spezialmaschine nicht trüben. Schließlich war man auf alles vorbereitet.

Am Nachmittag dann, als Höhepunkt des "Blockflötentages", das Konzert anlässlich dessen sich zu den beiden Künstlerinnen noch Mareike Oehler mit dem Cello und Veit Oehler am Klavier und Cembalo, sowie das eine oder andere Blockflötenensemble gesellte. Unter dem Motto "Blockflöten in vielen Nuancen und Klangfarben" wechselten sich professionelle künstlerische Hochleistungen in einer immer wiederkehrenden Einbindung der Ensembles auf beachtlichem Niveau, verblüffend für das zahlreich vertretene Publikum, in einem Programm aus Experimenten, Information, zahlreichen unterschiedlichen Instrumenten der Blockflötenfamilien und ihren ganz eigenen Klangfarben ab.

Sogar die jüngsten waren in einem musikalischen Augenzwinkern mit "Jetzt geht's los" als musikalische Eröffnung vertreten. Sofort folgte das Blockflötenquartett von Hanne Kaldun-Oehler und ihren weit fortgeschrittenen jahrelangen Schülern mit Stücken aus dem 16. Jahrhundert, begleitet von zahlreichen kurzweilig vorgetragen Informationen über allererste Jahrtausende alten Flöteninstrumentenfunde aus Rentierknochen bis hin zu der 600 jährigen Geschichte des Instruments, das heute als Blockflöte zu werten ist.

Zahlreiche dieser Instrumente waren auch am Nachmittag illustrierend und natürlich auch im Programm gespielt vertreten. Ob es alte Tänze, swingende zeitgemäße Kompositionen, Sopranblockflöten oder der Großbass aus dieser Instrumentenfamilie war, alle Mitwirkenden kamen optisch wie akustisch auf ihre Kosten. Gekrönt wurde das Programm durch das Instrumentalsolo von Hanne Kaldun-Oehler mit "Engels Nachtigall, wach auf" von Jacob van Eyck, interessant anmoderiert mit der Geschichte des oft improvisierenden blinden Komponisten und Blockflötenvirtuosen aus dem 17. Jahrhundert. Das Publikum, völlig verblüfft, belohnte den außerordentlich virtuosen Beitrag mit einem nicht mehr enden wollenden Applaus. So auch die Begeisterung aller Anwesenden in den unterschiedlichsten Altersgruppen, als die Profis sie mit kammermusikalischen Beiträgen der unterschiedlichen Epochen eines oft unterschätzten Instruments immer wieder überraschten und fesselten. Begeistert zeigte sich auch die Musikschule von dem Zuspruch,dem Erfolg und nicht zuletzt auch dem vollen Spendenkoffer.

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