Grenzenlos in der Ehemaligen Synagoge Gelnhausen

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Etwas gespannt waren sie schon, die Besucher der etwas anderen Adventsveranstaltung im Rahmen des musikalischen Weihnachtsmarktes der Stadt Gelnhausen und der Musikschule Main-Kinzig, am Samstagabend, 7. Dezember, in der Ehemaligen Synagoge Gelnhausen.

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Neun Frauen aus der Gesangsklasse Cornelia Sander der Musikschule, hatten sich unter der Projektleitung der Tanzpädagogin Silvana Östreich und mit Unterstützung der experimentellen Querflötenklänge des Solisten und Instrumentalpädagogen Walter Dorn, ebenfalls aus dem Musikschulkollegium und natürlich dem Vokal-Coaching der Gesangspädagogin zu einem experimentellen, ungewöhnlichen und unerwarteten Projekt unter dem Namen „Grenzenlos“ zusammengefunden.

Die Spannung wurde gleich zu Anfang schon für jeden Besucher geschürt, waren die Stühle für das Publikum nicht wie gewöhnlich in Reihe, sondern rundum im Raum, um das zentrale Geschehen verteilt, ganz abgesehen davon, dass bereits nach kurzer Zeit Klang und Akteurinnen überall im Raum verteilt schienen und jeder mittendrin, ein Teil des Geschehens, des Klangkörpers, des Raumes war.

Grenzen, Zwänge und diese zu überwinden galt es inhaltlich, philosophisch, aber auch was die Darbietungsformen anging. Die Stimmen der einzelnen Sängerinnen im Zusammenklang, teils schien es ungeordnet, teils sehr geordnet, versammelt in mantra-gleichen Gesängen auf der Basis von immer wieder kehrenden und doch immer wieder neu klingenden zwei Weisen aus dem folkloristischen Bereich der Native-Americans, der Indianer Nordamerikas, fesselten ihr Publikum und waren vor allem durch diese Auswahl doch nahbar, schafften Nähe und Vertrauen.

Evening Rise und Mother Earth, archaisch, bodenständig, nahbar dargeboten, zeugten von Naturverbundenheit, Verantwortung, aber auch Bedrohung und Angst. Gegensätze waren es, dynamisch, tonal, die die Performance gepaart mit ganz viel Bewegung, fließenden Materialien aus Kunststoff und Naturmaterial im einzelnen Solistischen, aber auch im virtuos gemeinsam choreographierten Ensemble auszeichnete, ganz abgesehen von einer gehörigen Portion Improvisation, im farbenprächtiges symbolträchtigen Spiel auf allen Ebenen. Man darf auf eine Fortsetzung gespannt sein.

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