Gütesiegel für vorbildliche Berufs- und Studienorientierung

Nidderau
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Für ihre erfolgreichen Konzepte im Übergang von der Schule zum Beruf haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson sowie Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und Präsident der IHK Lahn-Dill, 50 Schulen mit dem „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ ausgezeichnet.

Die Veranstaltung fand in einem feierlichen Rahmen in den Räumen der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt am Main statt. Eine davon war die Johann-Hinrich-Wichern-Schule aus Nidderau, die zum zweiten Mal rezertifiziert wurde und nun die Auszeichnung für 5 Jahre erhält.

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, nahm den Übergang Schule – Beruf in den Fokus: „Wie findet man den richtigen Beruf? Diese Frage macht den Übergang Schule – Beruf zu einem Meilenstein im Werdegang junger Menschen. Die beruflichen Möglichkeiten von heute sind sehr vielfältig und vielseitig. Umso mehr Hilfestellung benötigen die jungen Menschen bei der Berufs- und Studienorientierung. Das Hessische Schulgesetz verpflichtet uns, unsere Schülerinnen und Schüler auf eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft vorzubereiten. Diese geht aber weitgehend mit der ebenso erfolgreichen und vor allem auch zufriedenstellenden Ausübung eines individuell passenden Berufes einher. Deshalb müssen wir alle unser Bestes tun, um die Jugendlichen so auf die Berufswelt vorzubereiten, dass sie gegen Ende ihrer Schulzeit eine ihren Interessen und Kompetenzen entsprechende Berufswahlentscheidung treffen können. An dieser Stelle möchte ich deshalb allen danken, die daran arbeiten und natürlich ganz besonders den engagierten Lehrkräften der Schulen, die heute hier aus diesem Grund das Gütesiegel erhalten.“

Staatssekretär Mathias Samson, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, erklärte: „Wer eine duale Ausbildung aufnimmt, erschließt sich heute vielfältige berufliche Möglichkeiten – mehr, als manche Eltern und Jugendlichen glauben. Deshalb ist es so wichtig, dass Schülerinnen und Schüler früh und fundiert über die vielfältigen Wege in den Beruf informiert und beim Übergang unterstützt werden. Wir wollen, dass jeder Jugendliche den Ausbildungsplatz findet, der zu ihm passt. Schulen, die das Gütesiegel erhalten haben, bereiten die Jugendlichen vorbildlich auf die Berufswelt vor.“

Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und Präsident der IHK Lahn-Dill dankte den Siegelschulen: „Im Namen der hessischen IHKs danke ich den gesiegelten Schulen für ihr hohes Engagement für die Berufs- und Studienorientierung, von dem sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die hessische Wirtschaft profitieren. Unternehmen benötigen gut ausgebildete und motivierte Bewerberinnen und Bewerber, um ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die Nachfrage nach jungen Talenten, die wissen was sie wollen und was sie können, ist deshalb aktuell enorm hoch. Eine gelungene berufliche Orientierung hilft Schulabgängern, diese Chancen zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vor allem der Einbezug von Experten aus der Praxis ist ein wichtiges Instrument, um Schülerinnen und Schülern einen realistischen Blick in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen und falsche Vorstellungen frühzeitig zu korrigieren. Die hessischen IHKs möchten Schulen deshalb ermutigen, mit Betrieben aus ihrem regionalen Umfeld in Kontakt zu treten und diese noch stärker in den BSO-Prozess zu integrieren."

Für die Johann-Hinrich-Wichern-Schule in Nidderau-Ostheim ist die erneute Verleihung des Gütesiegels ein Beweis dafür, dass sie die Aufgabe der Vorbereitung auf das Berufsleben der Schüler nicht nur sehr ernst nimmt, sondern diese auch äußerst erfolgreich bewältigt. Stellvertretend für Schulleitung und Kollegium nahmen an der Gütesiegelverleihung in Frankfurt der Koordinator der Berufsorientierung (BO) Dirk Pommerening, der maßgeblich an der Konzeptentwicklung beteiligt war, die Auszeichnung entgegen. „Das war schon eine ganze Menge Arbeit, alle Aktivitäten unserer Berufsorientierung so zu dokumentieren, dass wir die Hürde des erneuten Zertifizierungsverfahrens übersprungen haben“, berichtet Pommerening, der sich an der Johann-Hinrich-Wichern-Schule für den Übergang von der Schule in den Beruf für die Schülerinnen und Schüler einsetzt.

„Noch mehr geschwitzt haben wir am Tag der Überprüfung unserer eingereichten Unterlagen“, führt Pommerening weiter aus. „Drei Auditoren aus Schule, Wirtschaft und Institutionen (wie z. B. Industrie- und Handelskammer oder Agentur für Arbeit) überprüften nach einem genau festgelegten Ablaufplan, ob unser Berufsorientierungsprogramm im Schulprogramm verankert ist, ob sich viele unserer Lehrkräfte an der BO beteiligen, welche Kompetenzfeststellungsverfahren durchgeführt werden, wie mit dem hessenweit eingeführten Berufswahlpass gearbeitete wird und vieles im Detail mehr. Darüber hinaus führten die Auditoren Gespräche mit ausgewählten Schülern, Lehrkräften, Eltern und regionalen Kooperationspartnern“, erläutert Pommerening mit Stolz über die Auszeichnung dieser schulischen Arbeit und Leistung.

„Die Entscheidung für einen Beruf kann den Schülerinnen und Schülern niemand abnehmen. Aber es ist Aufgabe der Schule, sie gut darauf vorzubereiten, damit sie ihre Berufswahl möglichst verantwortungsbewusst und souverän wahrnehmen können. Das Gütesiegel ist für uns eine wichtige Bestätigung, dass wir in diesem Feld den richtigen Weg eingeschlagen haben“, freut sich Sabine Weiss, Rektorin der Johann-Hinrich-Wichern-Schule. Sie dankte ausdrücklich den schulischen Akteuren für die geleistete Arbeit, schloss aber auch die außerschulischen Unterstützer und Kooperationspartner selbstverständlich in den Dank mit ein. „Für uns ganz wichtig ist es, die Schülerinnen und Schüler auf das Leben nach dem Abschluss vorzubereiten. Wesentliche Bausteine dieser Anschlussperspektive sind in der Johann-Hinrich-Wichern-Schule-Schule die Teilnahme der Schüler in der Jahrgangsstufe sieben an der Potentialanalyse und in der Jahrgangsstufe acht an der TalenteWerkstatt in Kooperation mit der Gesellschaft für Wirtschaftskunde in Hanau. Auch regelmäßige Betriebserkundungen und betriebliche Praktika mit der Teilnahme am Wettbewerb um den besten Bericht aus dem Schülerbetriebspraktikum finden sich im Unterricht wieder. Die festinstallierte Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit durch Einzelberatungen und Elternabende unterstützt die individuelle Berufswegeplanung.“, gab eine zufriedene Schulleiterin Weiss zu Protokoll.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Begabungsreserven und Potenziale jedes Kindes und jedes Jugendlichen zu heben. Die Johann-Hinrich-Wichern-Schule hat sich auf den Weg gemacht und ihre Anstrengungen in der Berufsorientierung enorm ausgeweitet. Die wiederholte Verleihung des Gütesiegels ist die logische und verdiente Bestätigung für die Leistungen und somit auch ein deutliches Signal an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, dass diese Schule ihren berufsbildenden Auftrag ernst nimmt“, führte Reinhold Maisch, Geschäftsführer der Arbeitskreise Schule Wirtschaft in seinen Glückwünschen an die Johann-Hinrich-Wichern-Schule aus.

Foto: Stolz präsentieren Harald Pommerening, links, und Sabine Weiss ihre Auszeichnung im großen Saal der IHK Frankfurt mit Gratulant Reinhold Maisch, Geschäftsführer der Arbeitskreise Schule Wirtschaft Osthessen.

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