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MichaelReul 09092018

Wie die Politik den Betrieben helfen kann, darüber sprachen die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU Main-Kinzig, Dr. Katja Leikert, Landtagsabgeordneter Michael Reul und Landtagskandidat Max Schad mit Vertretern des Kreisbauernverbandes Main-Kinzig um den Vorsitzenden Mark Trageser.

Ministerpräsident Volker Bouffier hat im Namen der CDU-geführten Landesregierung bereits bekräftigt, dass die Bauern in dieser misslichen Lage von der Politik nicht alleine gelassen werden und Sofortmaßnahmen angekündigt. So dürfen ab sofort auch ökologische Vorrangflächen als Weideflächen für Tierfutter genutzt werden. Darüber hinaus wurde den Bauern zugesagt, ihre steuerlichen Vorauszahlungen abzusenken oder komplett zu stornieren. Bei Betrieben, die einen erheblichen Ertragsrückgang nachweisen können, sind Ausgleichzahlungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der Ertragsausfälle im Gespräch. Gute Ansätze, so Trageser, der von seinen Vorstandskollegen Manuel Schneider, Matthias Wacker und Konrad Kuhlenkamp unterstützt wurde. Unklar sei derzeit aber noch, welcher Vergleichszeitraum mit Blick auf die zu erwartenden Ertragsausfälle herangezogen werde. 2017 sei aufgrund der massiven Regenfälle im vergangenen Jahr ein denkbar schlechter Anhaltspunkt; stattdessen müsse ein Mittelwert, beispielsweise der vergangenen fünf Jahre, gebildet werden, so die Verbandsvertreter.

Grundsätzlich sei das Thema Landwirtschaft Ländersache, erläuterte Katja Leikert. Ob der nationale Notstand ausgerufen werde und in welcher Form der Bund sich an Soforthilfen beteilige, entscheide sich, wenn die Erntebilanz Ende August vorliege. Das habe Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mehrfach bekräftigt. Wichtig sei, so Leikert, Reul und Schad, dass das Geld nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern möglichst passgenau an die betroffenen Betriebe weitergeleitet werde. Alle Beteiligten betonten die große Bedeutung der Landwirtschaft. „Wir müssen weg von der ‚Geiz-ist-geil-Mentalität‘. Stattdessen wäre es schön, wenn wir guten Lebensmitteln endlich wieder die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen und anständige Preise bezahlen, die auch den heimischen Landwirten ein auskömmliches Einkommen garantieren“, so Leikert.

Welche Investitionen heute von Nöten sind, um den eigenen Betrieb auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, erfuhren Leikert, Reul und Schad bei einem Rundgang über den Hof der Familie Trageser in Waldrode. Seit einigen Monaten sorgt dort beispielsweise ein moderner Melkroboter für Arbeitserleichterung und höchste Hygienestandards.

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