Hätte M-Net 1400 Kündigungen verhindern können?

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Wie geht es weiter mit dem gekündigten M-Net Anschlüssen im Main-Kinzig-Kreis? Der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz (Foto) hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angeschrieben und zwischenzeitlich eine Antwort erhalten: „Was folgte waren einige weitere Schriftwechsel, auch mit der M-Net Geschäftsführung, bei der sich immer mehr herausstellte, dass M-Net das Vectoring im Kreis hätte übernehmen können, es aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht getan hat.

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Meiner Meinung nach wurde das Thema schlicht verschlafen,“ sagte Heinz Lotz. Er ärgere sich vor allem darüber, dass M-Net offensichtlich nicht alle Möglichkeiten ergriffen habe, um die Kündigungen der Verträge zu verhindern. Nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums hätte die Telekom der M-Net sogar die Möglichkeit einräumen müssen, die Leitungen weiter zu nutzen. „Auch hier sah M-Net offensichtlich keinen wirtschaftlichen Nutzen. Es verwundert mich stark, dass sich Firmen Vorzeigeprojekte wie den Breitbandausbau im Main-Kinzig-Kreis erst wie ein Orden an die Brust heften, wenn es ernst wird aber die Kunden im Stich lassen“, so Lotz.

Der Breitbandausbau wird am Freitag auch Thema im Kreistag sein. Dort wird Heinz Lotz einen Antrag begründen, der einen Ausbau des Netzes durch die Breitband GmbH fordert und dafür zu Teilen Bundesmittel nutzen könnte. „Wir sind damals mit dem Anspruch losgezogen, schnelles Internet für jeden Haushalt im Main-Kinzig-Kreis zu schaffen. Diesen Anspruch wollen wir für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Kreis aufrechterhalten“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz.

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