Sportler wünschen sich weniger Bürokratie

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Mit 574 Vereinen und insgesamt knapp 135.000 Mitgliedern ist der Sportkreis Main-Kinzig der größte seiner Art in Hessen.

Jeder dritte Bürger in der Region ist statistisch gesehen Mitglied in einem Sportverein. Besonders in der Altersgruppe ab 61 Jahren erfreuen sich die breitgefächerten Angebote großer Beliebtheit. Leicht rückläufig ist allerdings die Mitgliederzahl im Bereich der Kinder und Jugendlichen. Ein Grund hierfür sei u.a. die steigende Zahl der Ganztagsangebote. Hier wünschen sich die Sportvereine vom Land mehr Kooperationsmöglichkeiten mit den heimischen Schulen. Darüber und über viele andere Themen sprach die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Katja Leikert mit Sportkreischef Stefan Bahn.

Turnen und Fußball stehen weiterhin in der Gunst der Sportler ganz oben, berichtete Stefan Bahn. Aber auch Tennis, Schießen und Leichtathletik sind sehr beliebt. Einen regelrechten Boom erleben Gesundheitsangebote; viele Vereine haben ihr Angebot dahingehend erweitert. Die Arbeit im Sportkreis wird – ebenso wie in den Vereinen – zum Großteil ehrenamtlich geleistet. Zwei 450-Euro-Kräfte halten die Geschäftsstelle, die sich auf dem Gelände von Schloss Philippsruhe in Hanau befindet, am Laufen. Der Etat besteht aus Zuweisungen des Landessportbundes sowie beispielsweise aus Veranstaltungseinnahmen. Ebenso wie die Vereine habe auch der Sportkreis mit immer mehr Bürokratie zu kämpfen, berichtete Bahn. Nicht nur die Datenschutzgrundverordnung, sondern beispielsweise auch das Steuerrecht sorgen hier für jede Menge Papierkram. Der Sportkreischef regte an, die Ehrenamtspauschale bzw. die Übungsleiterpauschale zu erhöhen, um die Vereine zu entlasten. Außerdem wirbt er für eine Erhöhung des Freibetrages – angelehnt an die Kleinunternehmerregelung bei Selbstständigen – für Vereine. Katja Leikert versprach, die Anregungen mit nach Berlin zu nehmen. Mit Stefan Bahn will sie auch weiterhin in regelmäßigem Austausch bleiben.

Foto: Dr. Katja Leikert, Stefan Bahn und Max Schad.

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