Mehrarbeit von Pflegekräften: Abstruse Forderung

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Mit großer Verwunderung hat die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD), zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main- Kinzig-Kreises, die Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezüglich der Forderung nach Mehrarbeit der Pflegekräfte zur Kenntnis genommen.

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MichaelReul 09092018

Der Bundesgesundheitsminister Spahn will zur Abfederung des Pflegekräftemangels in den Pflegeheimen und in den Kliniken die Pflegekräfte zu Mehrarbeit motivieren. „Diese Forderung“, so die Senioren- und Gesundheitsdezernentin des Kreises, „ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich mit einem hohen Maß an Professionalität und Fachkompetenz, mit viel Herzblut und großem Einfühlungsvermögen und vor allem außergewöhnlichem Engagement um die die Versorgung der Pflegebedürftigen in unserem Kreis kümmern.“ Viele Menschen reduzieren ihre Arbeitsstunden nicht, weil sie weniger arbeiten wollen, sondern weil sie überlastet und ausgezerrt sind und deshalb weniger arbeiten müssen. Dies auf wenig faire Schichtpläne oder kaum verlässliche Arbeitszeiten zurückzuführen, wie vom Minister formuliert, heißt die Verantwortung von der Politik und dem System auf die unterste Stufe in die Heime zu verlagern. Die sich ständig ändernden Dienstpläne oder die kaum verlässlichen Arbeitszeiten kommen erst dadurch zustande, weil in den Pflegeheimen Ausfälle bzw. Krankheiten von Pflegekräften wegen Arbeitsbelastung an der Tagesordnung sind und immer weniger Pflegekräfte immer mehr Menschen versorgen müssen. „Hier wird seitens des Ministers Ursache mit Wirkung verwechselt“, so Simmler.

Die Politik muss die Verantwortung nicht „nach unten“ schieben, sondern ihre Hausaufgaben machen und dafür sorgen, dass die Arbeitsbelastung reduziert wird, ist sich die Seniorendezernentin des Kreises sicher. Als Forderung nennt Simmler das Personalbemessungsverfahren für die Altenpflege. Simmler: „Es muss endlich klar festgelegt werden, wieviel Pflegekräfte für die Pflege benötigt werden. Und es muss alles getan werden, dass dieses Personal auch vorhanden ist und ausgebildet werden kann. Und in der häuslichen Pflege steht die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und die damit verbundene soziale Absicherung einer höheren Pflegezeit auf der Agenda ebenfalls ganz oben. Die Erste Kreisbeigeordnete: „Es bringt wenig, wenn der Schuldige an der untersten Pflegegefront gesucht wird, die allgemeinen Bedingungen müssen sich verändern. Mit Mehrarbeit der heute ehedem schon hoch belasteten Pflegekräfte ist dies nicht möglich.“

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