Nachhaltigkeit an die Schulen bringen

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„Der Rekordsommer 2018 hat gezeigt, dass in der Klima- und Umweltpolitik ein Umdenken notwendig ist“, sagt Anja Zeller, Sprecherin für nachhaltige Strategien der Grünen Kreistagsfraktion.

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„Wir haben deswegen entsprechende Änderungsanträge zum Haushalt eingebracht, die sich dieser Thematik im Main-Kinzig-Kreis annehmen.“

„Wasserkraftwerke sind eine Möglichkeit der sauberen und regenerativen Energiegewinnung und könnten damit ein wichtiger Baustein bei der Energiewende sein“, so Zeller. Die Anzahl der Wasserkraftwerke im Main-Kinzig-Kreis sei aber sehr gering: „Es gibt dringenden Handlungsbedarf um deren Zahl zu erhöhen. Wir fordern deswegen den Kreis auf, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geeignete Stellen für Wasserkraftwerke in den Gewässern unseres Landkreises zu suchen.“ Dies solle gemeinsam mit den Städten und Gemeinden geschehen: „Sollte es entsprechende Möglichkeiten für Wasserkraftwerke geben, soll der Kreis ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren initiieren. Wichtig ist dabei eine integrierte Fischtreppe, damit Fische die Passage unbeschadet überqueren können.“

Ebenso wichtig wie die umweltbewusste Energiegewinnung ist auch die nachhaltige Beschaffung: „Dies bedeutet, wenn möglich nur nachhaltige und ökologisch verträgliche Materialien und Ressourcen zu beschaffen, beispielsweise statt herkömmlichen Papier nur Recycling-Papier zu verwenden oder bei anzuschaffender Dienstkleidung auf Bio-Fairtrade-Baumwolle zu achten.“ Die nachhaltige Beschaffung richtet sich hauptsächlich an öffentliche Stellen wie den Main-Kinzig-Kreis: „Die entsprechende Mehrkosten durch die nachhaltige Beschaffung in den Gebäuden des Kreises sollen durch 50.000 Euro, die in den Haushalt eingestellt werden, gedeckt werden“, erklärt Zeller. „Da die öffentliche Beschaffung auch einen großen Faktor im Bruttoinlandsprodukt ausmacht, kann eine schrittweise Umstellung im öffentlichen Beschaffungswesen auf nachhaltige Alternativen einen wirklichen Mehrgewinn im Umweltschutz bringen.“

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Grüne Kreistagsfraktion in der Bildung: „Dazu gehört auch, die Kinder und Jugendlichen mit Nachhaltigkeit in Verbindung zu bringen. Es ist deshalb wichtig, Nachhaltigkeit auch auf in den Schulalltag zu integrieren.“ Hierfür müsse sowohl auf Seiten der Schulen als auch auf Seiten der Lehrer eine entsprechende Vorbildung vorhanden sein: „Gemeinsam mit dem Umweltzentrum in Hanau möchten wir dies mit Kursen zur Nachhaltigkeit und einer Zertifizierung der Schule als Umweltschule erreichen“, berichtet Zeller. 50.000 Euro sollen hierfür in den Haushalt: „Die Kurse für die Schülerinnen und Schüler zur Nachhaltigkeit und auch die Zertifizierung als Umweltschule sind ein Kostenfaktor für die Bildungseinrichtungen. Mit dem 50.000 Euro beinhaltenden Fördertopf können die Schulen die entstehenden Kosten beim Main-Kinzig-Kreis geltend machen.“ Grundlage sollen die 17 Ziele der Vereinten Nationen, die Sustainable Development Goals kurz SDG’s, sein: „Diese sind die Grundlage für Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Humanität und gelten für Staaten, Länder und Landkreise gleichermaßen.“ Eine entsprechende Beitrittserklärung des Main-Kinzig-Kreises zu den 17 SDG‘s haben die Grünen im vergangenen Kreistag gefordert, derzeit werde das Thema im entsprechenden Ausschuss diskutiert.

Im Rahmen der Bildung beschäftigt die Grüne Kreistagsfraktion aber nicht nur die Nachhaltigkeit. Denn die formalen Belastungen, die die Schulsekretariate zu meistern haben, steigen stetig an: „Leider nicht angestiegen sind die vom Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung gestellten Sekretariatsstunden“, berichtet Jürgen Heim, schulpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion: „Besonders im Bereich der kleineren Schulen ist eine Unterversorgung mit Sekretariatsstunden erkennbar.“ Hier liege der Main-Kinzig-Kreis im Vergleich im unteren Drittel, nur bei den größeren Schulen liege man im gesunden Mittelfeld: „Wir fordern deswegen eine Erhöhung der Sekretariatsstunden nach einem festen Schlüssel.“ Prozentual würde damit in kleineren Schulen mehr erhöht werden als bei größeren Schulen, denn „die formalen Belastungen sind oft unabhängig von der Schulgröße gleich und steigen stetig. Dies trifft besonders die kleineren Schulen, die weniger Stundenkontingent haben.“ Dies führe nicht nur zu einer Mehrbelastung, sondern auch zu einer Überlastung des Personals: „Für einen reibungslosen Ablauf des Schulalltags ist eine Erhöhung der Sekretariatsstunden unabdingbar“, so Heim abschließen.

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