Arbeitsumfeld ohne Vorurteile

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„Der Main-Kinzig-Kreis wird aufgefordert, in seiner Funktion als Arbeitgeber die ‚Charta der Vielfalt‘ zu unterzeichnen und die damit einhergehende Selbstverpflichtung umzusetzen.“

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So lautet der Beschlusstext eines gemeinsamen Antrages von Grünen, SPD, CDU und Linken, der am 29. März im Kreistag beschlossen werden soll. „Ziel der Charta ist die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, welches frei von Vorurteilen ist“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Reiner Bousonville, den gemeinsamen Antrag. Dafür soll der Main-Kinzig-Kreis die entsprechende Urkunde der 2006 gegründeten Arbeitgeberinitiative unterzeichnen: „Mittlerweile beteiligen sich daran über 3.000 Unternehmen, Institutionen, öffentliche Betriebe und Landkreise.“ Damit umfasse sie über 10 Millionen Beschäftigte, seit 2011 ist die Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Die vernetzte Welt rückt immer näher zusammen“, so Bousonville. Es sei deswegen wichtig, eine entsprechende Selbstverpflichtung einzugehen, die zum Ziel hat, die vielfältigen Potenziale anzuerkennen und zu fördern: „Die Grundlage der ‚Charta der Vielfalt‘ ist das ‚Diversity Management‘. Dies bedeutet, dass wir uns zwar unter anderem nach Herkunft, Kultur, Glauben, Alter, Geschlecht unterscheiden, wir gleichzeitig aber auch zahlreiche Gemeinsamkeiten haben“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

„Wo sich Unterschiede unter einem gemeinsamen Ziel verbinden, entsteht Vielfalt. Und aus dieser ergeben sich gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen“, heißt es dazu auf der offiziellen Website zur „Charta der Vielfalt“. Diese Chancen und Herausforderungen soll der Main-Kinzig-Kreis nach der Unterzeichnung nun annehmen. Unterzeichnet hat bereits der benachbarte Wetteraukreis. Die dortige Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) sagte dazu auf der offiziellen Website: „Diversitäts-Management heißt für uns als Arbeitgeber und Dienstleister eine anerkennende Haltung gegenüber der Diversität der Wetterauerinnen und Wetterauer zu pflegen, mögliche Zugangsbarrieren abzubauen und Strukturen gemäß der Heterogenität der Bevölkerung auszurichten. Wir setzen uns für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, die Bekämpfung von Diskriminierung und die Förderung von Demokratie ein.“

Nach der Unterzeichnung der Urkunde verpflichtet sich der Kreis zu sechs verschiedenen Punkten: „Unter anderem das Pflegen einer Organisationskultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung für jeden Einzelnen geprägt ist. Aber auch zur Überprüfung der Personalprozesse sowie zum internen und externen Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt Bousonville. Damit die Ergebnisse der Selbstverpflichtung auch transparent werden, muss der Kreis einmal jährlich die geleistete Arbeit veröffentlichen.

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