Grüne diskutieren über "Logistik-Aufrüstungs-Spirale"

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Auf einer wieder sehr gut besuchten Kreismitgliederversammlung am Dienstag in Bruchköbel haben die Main-Kinzig-GRÜNEN die heiße Phase des Europawahlkampfs eingeläutet.

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Nach einem Grußwort aus Bruchköbel - wo die Partei für die Bürgermeisterwahl im Oktober voraussichtlich mit eigener Kandidatur antreten wird, wie Uwe Ringel berichtete - wurden zunächst mehrere Ehrungen für 25- und 30jährige Mitgliedschaft vorgenommen.

Aus dem Kreisvorstand wurde berichtet, dass nun eigene Ortsverbände in Rodenbach und Hammersbach in Gründung seien und man hoffe, bis zur nächsten Kommunalwahl 2021 dort auch mit eigenen Listen antreten zu können. Seit Februar sind erneut 5 Beitritte im Kreis zu verzeichnen. Vorstandssprecherin Angelika Gunkel erläuterte zum Europawahlkampf, dass nun insgesamt 21 mobile Großflächenplakate im Kreisgebiet bestellt wurden, diese Zahl könne noch zur nächsten Kommunalwahl wachsen. Aus den Ortsverbänden wurden verschiedene Aktionen vorgestellt, beispielsweise werden in Schlüchtern und Schöneck Briefe an ErstwählerInnen verteilt, diverse Plakat-Aktionen sind geplant, in Niederdorfelden wird am 8. Mai der EU-Abgeordnete Martin Häusling mehrere Bauernhöfe besuchen, in Hanau wird es die bereits bekannten Infostände geben. Die GRÜNEN sind der Ansicht, dass ein demokratisches und soziales Europa der beste Weg in eine lebenswerte Zukunft ist. "Die Rechtspopulisten und Neofaschisten wollen ins Europaparlament gewählt werden, um Europa zu zerstören, aber allein ist jedes Land längst nicht so stark wie ein geeintes Europa. Daher lohnt es sich, für starke GRÜNE im EU-Parlament zu kämpfen und dort soziale und ökologische Standards zu erstreiten, die unsere Position auch gegenüber den USA stärken", meinte Gunkel. "Mehr Europa ist der richtige Weg", war denn auch der Tenor der gesamten Runde.

Für das höchste Parteigremium der hessischen GRÜNEN zwischen den Landesmitgliederversammlungen, den Parteirat, wurden anschließend Angelika Gunkel vom Kreisvorstand und Reiner Bousonville als Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion wieder als Delegierte gewählt, dazu Jakob Mähler (Geschäftsführer der Kreistagsfraktion und Kreisvorstandsmitglied) als Ersatzdelegierter. Auch hier werden z.B. Klimaschutz und die Förderung des ländlichen Raums in Hessen diskutiert, wie die Delegierten erläuterten. Auch der Austritt der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis wird dort diskutiert, da hierfür am Ende ein Gesetz beschlossen werden muss.

Bousonville berichtete aus der Kreistagsfraktion über die aktuellen Initiativen im Kreistag, hier entspann sich noch eine angeregte Diskussion zum Thema "Landfraß", mit Beispielen aus Erlensee Hammersbach, wo immer neue und immer größere Logistik-Zentren entstehen. Die GRÜNEN fordern, diese Logistik-Aufrüstungs-Spirale nicht unbedacht immer weiter zu treiben, denn in aller Regel würden einmal mit Hallen bebaute Flächen, wenn sie nach wenigen Jahren zu klein werden und die Firmen weiterziehen an größere Standorte, nicht zurückgebaut. Die versiegelten Flächen blieben dann stehen, ob sie nun genutzt würden oder nicht. Gerade in Hammersbach entstehe gemeinsam mit den Gemeinden Limeshain und Büdingen wieder ein solches Gebiet, das auch landwirtschaftlich hochwertige Flächen vernichte. Es wurde daher ein Treffen zwischen Kreis-GRÜNEN und der örtlichen Bürgerinitiative verabredet, um dies auch im Hinblick auf seine überregionale Relevanz zu diskutieren.

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