Auskreisung, Ausbildungsgebühren und Wasserstoff-Mobilität

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Auf ihrer Sitzung im Gebäude der Karl Eidmann GmbH & Co. KG, des Bruchköbeler Produzenten von feinen Fleisch- und Wurstwaren, stellte die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern gleich mehrere Weichen für die Zukunft.

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Das ehrenamtlich arbeitende, oberste Entscheidungsgremium der Wirtschaft setzt sich aus 40 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften aus allen maßgeblichen Teilregionen und Branchen im Main-Kinzig-Kreis zusammen.

Nach einer längeren und teilweise kontroversen Diskussion einigte sich die Vollversammlung darauf, mit welchem Maßstab sie die von der Stadt Hanau angestrebte Auskreisung aus dem Main-Kinzig-Kreis Anfang 2020 bewerten will, um dem hessischen Landtag den Standpunkt der regionalen Wirtschaft zu vermitteln. Die Vollversammlung will die wirtschaftlichen Folgen der Auskreisung für Hanau und den MKK auch auf lange Sicht zur Grundlage ihrer Bewertung machen.

Eine weitere Aussprache befasste sich mit der künftigen Gestaltung der Ausbildungsgebühren, welche die IHK als hoheitliche Aufgabe von denjenigen Unternehmen erhebt, die junge Menschen ausbilden. Da hoheitlich erhobene Gebühren in Deutschland möglichst kostendeckend ausfallen müssen, und weil die Gebühr seit 2008 nicht mehr erhöht worden war, gilt es, eine weitere, erhebliche Unterdeckung künftig zu vermeiden. Das Defizit muss sonst von der Gesamtheit aller Unternehmen getragen werden, also auch von Unternehmen, die nicht ausbilden können oder wollen.

In ihren Ehrenämtern bestätigt wurden ferner die Vorsitzenden der IHK-Ausschüsse für Industrie- und Umwelt (Reinhard Wachter, Friedrich Roediger & Co., Hanau), Handel (Gotthard Klassert, Die Optiker Klassert & Seeliger GmbH, Hanau), International (Dr. Matthias Häberle, Veritas AG, Gelnhausen) und Mobilität und Infrastruktur (Richard Müller, Richard Müller GmbH & Co.KG, Gelnhausen). Letzterem Ausschuss wurde gleich mit auf den Weg gegeben, sich zeitnah mit dem wichtigen Thema Wasserstoff und Mobilität zu befassen. Die Vollversammlung erwartet Hinweise darauf, wie künftig eine wettbewerbsfähige Wasserstoff-Infrastruktur in der Region aussehen könnte – angefangen bei Eisenbahnzügen mit Brennstoffzellen-Antrieben über mit Wasserstoff angetriebene Flurförderfahrzeuge wie Gabelstapler bis hin zu leistungsfähigen Tankstellen für private Endverbraucher.

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