AfD fordert weiterhin Wasserstofftankstelle

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Die AfD Fraktion hatte in der Dezembersitzung des Kreistages einen Änderungsantrag zum Haushalt eingebracht, dass Mittel für die Errichtung einer Wasserstofftankstelle im Main-Kinzig-Kreis bereitgestellt werden sollten.

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"Die Kreisspitze und die Mehrheit der Parlamentarier im Kreistag, die den Main-Kinzig-Kreis gerne als Vorzeigeregion für die Erzeugung von erneuerbarer Energie sehen, interessierten sich offensichtlich nicht für neue Entwicklungen im Energiesektor, wie die Mitglieder der AfD Fraktion in ihrer jüngsten Sitzung feststellten. Der AfD Antrag wurde abgelehnt. Stattdessen sollen weiterhin völlig einseitig Batterieladestationen finanziell gefördert werden, was inzwischen Charakterzüge einer neosozialistischen Planwirtschaft trägt. Auch die Zerstörung unserer Wälder geht mit der Errichtung von immer mehr Windrädern im Kreisgebiet Wälder munter weiter, trotz großspuriger Erklärungen - gerade ein Jahr her -, dass es damit nun Schluss sein soll. Gesundheitliche Folgen für die betroffenen Bürger und Einschränkung der Lebensqualität haben offensichtlich keinen Stellenwert bei Landrat Stolz und den Profiteuren dieser Politik", teilt die AfD nun in einer Pressemitteilung mit.

Und weiter: "Der genannte Antrag zur Errichtung einer Wasserstofftankstelle wurde von der AfD nicht ohne Grund gestellt: Neben der vor allem in Deutschland stark geförderten Batterie basierten Elektromobilität werden weltweit andere Antriebsarten massiv weiterentwickelt, die nicht auf der Verbrennung von fossilen Brennstoffen beruhen, die aber ohne die teure und auch umweltschädliche und gefährliche Batterietechnologie auskommen. Eine dieser Technologien beruht auf der Verwendung von Wasserstoff als Energieträger. Dabei wird selbstverständlich kein CO2 erzeugt, was hierzulande – berechtigt oder nicht – als zukünftig unverzichtbar gelten soll. So setzt 'Japan vor allem auf Wasserstoff als Zukunftstechnologie. Im kommenden Jahrzehnt sollen Millionen von Brennstoff­zellenautos auf die Straßen kommen', berichtet die FAZ vom 5. Januar und schreibt weiter: 'Vor ein paar Wochen ist nun auch China umgeschwenkt und hat zur Irritation der westlichen Batteriejünger verkündet, ebenfalls massiv in Wasserstoff zu investieren.' Toyota wird ab 2020 ein mit H2 - Brennstoffzellentechnologie betriebenen PKW in Stückzahlen von 30.000 Fahrzeugen pro Jahr auf den Markt bringen. Diese Fahrzeuge werden deutlich preiswerter sein, als der „handgefertigte“ Mirai der Null-Serie und werden Reichweiten pro Tankfüllung erreichen, die mit denen moderner Diesel – PKWs vergleichbar sind. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert übrigens wie bei konventionellem Kraftstoff nur wenige Minuten. Diese Entwicklung in Japan bekräftigt die Erwartung, dass trotz einiger technischer Schwierigkeiten die Wasserstofftechnologie eine große Zukunft hat."

Abschließend heißt es in der AfD-Pressemitteilung: "Offenkundig wird inzwischen von den Regierenden in Deutschland Wasserstoff als zusätzliche Möglichkeit für Antriebe in PKWs und anderen Fahrzeugen angesehen. So wurde beispielsweise im Bayerischen Rundfunk Anfang November 2019 in einem Bericht davon ausgegangen, dass in den nächsten Jahren etwa '60.000 neue Autos, die mit Wasserstoff betrieben werden, auf die deutschen Straßen kommen'. In dem BR Bericht wird weiterhin davon gesprochen, dass 'Deutschland die Nummer eins bei Wasserstofftechnologien werden soll' und dass die Bundesregierung diese Technologie ebenfalls stark fördern will. Diese - angesichts der extrem einseitigen Fokussierung auf Batterien basierender Elektromobilität in Deutschland – erstaunliche Erkenntnis treibt inzwischen geradezu absurde Blüten. So will die Fachfrau für den Betrieb von Hotels und Gaststätten, Karliczek im BMBF, nun den 'grünen' Wasserstoff aus Afrika importieren (Focus vom 24. Januar). Solche Ideen werfen ein Schlaglicht auf die völlige Inkompetenz, die unsere Regierung an die Spitze des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gesetzt hat. Die AfD des Main-Kinzig-Kreises wird sich jedenfalls auch weiterhin für den Schutz unserer Umwelt und den Einsatz von umweltfreundlichen und marktwirtschaftlich attraktiven Technologien im Kreisgebiet einsetzen. Das wird auch ein Thema im kommenden Wahlkampf für die Kommunalwahl 2021 sein."

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