„Osterbotschaft steht mehr denn je für Zuversicht“

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Landrat Thorsten Stolz (SPD) hat sich mit einem besonderen Ostergruß an die Bürgerinnen und Bürger gewendet und insbesondere jenen gedankt, die derzeit in den vordersten Linien gegen die Ausbreitung des Coronavirus kämpfen.

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Auf Zuversicht und Zusammenhalt komme es in diesen Zeiten an. Er könne den Menschen „heute nicht verbindlich versichern, wann wieder ‚Normalität‘ eintritt“, so Thorsten Stolz. „Aber ich weiß eines ganz genau: Der Main-Kinzig-Kreis ist gut aufgestellt, er verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und der gesellschaftliche Zusammenhalt ist stark.“

Die Grußbotschaft von Landrat Thorsten Stolz im Wortlaut:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Main-Kinzig-Kreis, die Osterfeiertage stehen vor der Tür und ich wende mich heute auf diesem Wege persönlich an Sie, um Sie detailliert über den aktuellen Stand zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Main-Kinzig-Kreis zu informieren. Das tue ich, weil ich aus persönlichen Gesprächen, aber insbesondere durch Nachrichten, die mich per Brief, E-Mail oder über die sozialen Medien erreichen, weiß, dass sich viele Menschen Sorgen machen und verunsichert sind. Ich kann Ihnen heute sehr deutlich sagen: Wir haben die Situation im Main-Kinzig-Kreis trotz steigender Fallzahlen im Griff. Die ambulante und stationäre medizinische Versorgung funktioniert, unsere Infrastruktur ist gut gerüstet, die Grundversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger steht und der Informationsaustausch zwischen dem Landkreis und den 29 Städten läuft reibungslos.

Bereits deutlich vor der Verschärfung der Corona-Pandemie haben wir auf Kreisebene einen Verwaltungsstab eingerichtet, der jeden Tag zusammenkommt, um aktuelle Entwicklungen im Main-Kinzig-Kreis zu analysieren, daraus resultierende konkrete Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie umzusetzen und notwendige Hilfestellungen auf den Weg zu bringen. Dabei sind wir in den zurückliegenden Wochen sehr erfolgreich vorangekommen. Wir haben aus eigenen Reservebeständen niedergelassene Ärzte mit Masken und Schutzausrüstung versorgt, um eine Schließung von Arztpraxen zu verhindern. Weit über 200 Praxen wurden bislang direkt von uns versorgt.  Wir haben die Lieferungen des Landes Hessen für die ambulante und stationäre Pflege deutlich um eigene Bestände aufgestockt und ergänzt. In den zurückliegenden Tagen wurden 70.000 Stück Mund-Nasen-Schutz, 130.000 Einmalhandschuhe und 4.000 Liter Händesdesinfektionsmittel an 135 Pflegeeinrichtungen im gesamten Main-Kinzig-Kreis geliefert.

Wir haben eigene Versorgungswege erschlossen und aufgebaut, um uns zusätzliche Ausrüstung wie Atemschutzmasken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel in den Main-Kinzig-Kreis zu holen. So stellen wir sicher, dass Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege und Arztpraxen ihre wichtige Arbeit fortsetzen können. Wir haben über die Website des Main-Kinzig-Kreises einen digitalen Marktplatz eingerichtet, damit Einzelhändler, Dienstleister und Handwerker zwischen Maintal und Sinntal ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten können. Auf dieser Plattform haben sich mittlerweile über 300 Unternehmen registriert. Wir haben ein eigenes Bürgertelefon eingerichtet, um jeden Tag – auch an Wochenenden und an Feiertagen – für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar zu sein, ihre Fragen zu beantworten sowie Hilfestellungen und Orientierung in dieser schwierigen Zeit zu geben. Auch über die Osterfeiertage sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung für Sie unter 06051/851-10000 erreichbar.

Wir haben einen Pool aus Ärztinnen und Ärzten aufgebaut, um bei einer Verschärfung der Lage und einem steigenden Bedarf an Medizinern kurzfristig reagieren zu können. Mittlerweile haben wir über 60 Mediziner erfasst. Wir haben vorausschauend Kontakt zu den Rehakliniken in unseren beiden Kurstädten Bad Orb und Bad Soden-Salmünster aufgenommen, um im Bedarfsfall die vier Krankenhausstandorte im Main-Kinzig-Kreis zu entlasten und Patientinnen und Patienten auch in den Rehakliniken behandeln zu können. Wir haben durch vorausschauendes, entschlossenes und unbürokratisches Handeln die Grundlage dafür geschaffen, dass wir in der Krise gut aufgestellt sind. Doch trotz all dieser Kraftanstrengungen weiß ich, dass sich viele Menschen im Main-Kinzig-Kreis fragen, wie es weitergeht. Uns alle treibt die Frage um, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben haben wird.

Dazu möchte ich ehrlich sagen: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie kann heute noch niemand verlässlich prognostizieren. Und auch ich kann Ihnen heute nicht verbindlich versichern, wann wieder „Normalität“ eintritt. Aber ich weiß eines ganz genau: Der Main-Kinzig-Kreis ist gut aufgestellt, er verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und der gesellschaftliche Zusammenhalt ist stark. Genau diesen Zusammenhalt brauchen wir jetzt und vor allem auch dann, wenn es darum geht, die Weichen für eine Rückkehr in die „Normalität“ zu stellen. Dann wird es mehr denn je auf die Mutmacher in unserer Gesellschaft ankommen. Auf Menschen, die anpacken und positiv nach vorne blicken.

Ich bin mir sicher, dass wir die aktuellen und künftigen Herausforderungen bewältigen werden und möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei all jenen Menschen zu bedanken, die in diesen Tagen und in den zurückliegenden Wochen durch ihre tägliche Arbeit einfach für andere da sind und einen tollen Job machen: in der medizinischen und pflegerischen Versorgung, im Rettungsdienst, in Hilfs- und Rettungsorganisationen, im Einzelhandel und in der Grundversorgung, in der Kindernotbetreuung, in wichtigen Infrastruktureinrichtungen, im ÖPNV, auf allen Ebenen in den Verwaltungen und in vielen anderen Bereichen mehr. Ich sage von Herzen: Danke, dass Sie da sind! Das Osterfest, das vor uns liegt, wird ein anderes Osterfest sein als wir es kennen. Aber die Osterbotschaft passt in diese Zeit, sie steht mehr denn je für eines: für Zuversicht. Ich grüße Sie herzlich, wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe Feiertage, Optimismus und Gesundheit. Ihr Thorsten Stolz“

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