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Zum einen soll der Zugang zu Bahnhöfen und Haltepunkten in der Region für Fußgänger attraktiver gestaltet werden. Zum anderen wird ein "Regionaler Schienencoach" eingesetzt, der die Städte und Gemeinden dabei unterstützt, in ihren Siedlungsgebieten die Nutzung des gewerblichen und industriellen Schienenverkehrs voranzubringen. Außerdem sollen Bahnstrecken und gegebenenfalls Haltepunkte weiterentwickelt werden, um mehr Menschen für das Bahnfahren zu gewinnen. Darüber hinaus soll die mögliche Reaktivierung derzeit stillgelegter Schienenstrecken stärker in den Fokus rücken. Dies wurde in der jüngsten Verbandskammersitzung einstimmig beschlossen.

"Seit 2018 erarbeiten wir mit dem Masterplan Mobilität eine Mobilitätsarchitektur der Zukunft, die aus vielen verschiedenen Bausteinen besteht. Das Rückgrat bildet definitiv der Schienenverkehr", erläutert der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent des Regionalverbandes, Rouven Kötter (SPD). Der Regionalverband definiert mit dieser Vorlage laut Kötter seine Rolle im Bereich Schienenverkehr: "Im Gegensatz zum Radverkehr, wo wir eine federführende Leitrolle in der Region eingenommen haben, deuten wir unsere Rolle im Bereich Schienenverkehr anders: Hier sind so viele kompetente, starke und engagierte Unternehmen und Organisationen tätig, dass kein weiterer Akteur in der ersten Reihe notwendig ist. Wir stehen hinter den wichtigen Schieneninfrastrukturprojekten der Region und bieten unsere Unterstützung dafür an, wo immer dies sinnvoll und zielführend ist. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenz: Als Dienstleister und Partner unserer Mitgliedskommunen wollen wir den Schienenverkehr fördern und ausbauen. Durch das Projekt zur Erreichbarkeit der Bahnhöfe und die Etablierung eines Schienencoaches als unabhängiger Lotse durch den Dschungel des Schienenverkehrs für unsere Kommunen und Unternehmen der Region werden wir unseren Teil zur Stärkung der Schieneninfrastruktur beitragen."

Die Erreichbarkeit von Bahnhöfen und Haltepunkten für Fußgänger ist in den Städten und Gemeinden des Verbandsgebietes teilweise verbesserungswürdig. Anhand eines eigens ausgearbeiteten Kriterienkatalogs soll nun die Situation vor Ort analysiert und auf dieser Grundlage ein tragfähiges Konzept zur Optimierung ausgearbeitet werden. Auf diese Weise möchte der Regionalverband dazu beitragen, dass der schienengebundene öffentliche Personennahverkehr zu einer echten Alternative zur Fahrt mit dem Auto werden kann.

Ein weiterer Punkt mit erheblichem Verbesserungspotenzial ist die Nutzung des vorhandenen Schienennetzes in Gewerbegebieten. Hier lag bislang der Fokus eher auf einem nahen Autobahnanschluss. Die Möglichkeiten, die sich durch einen Gleisanschluss bieten - etwa in Hinblick auf Lärm- und Schadstoffemissionen, die Entlastung der Straßen oder die Chance für die Beschäftigten, auf den Pkw verzichten zu können -, treten zu oft in den Hintergrund angesichts der Herausforderungen, mit denen sich die Kommunen konfrontiert sehen: Die Unterhaltung von Gleisanschlüssen ist aufwendig, fachliche und rechtliche Fragen müssen geklärt, Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. Nicht zuletzt gilt es, die Bedürfnisse und Anforderungen der Unternehmen und Spediteure mit dem Leistungsangebot der Eisenbahnverkehrsunternehmen zusammenzubringen.

All dies soll der Regionale Schienencoach als unabhängiger, neutraler Berater leisten. Er bildet sozusagen das Scharnier zwischen Kommunen, Unternehmen und Schienendienstleistern und kann so dazu beitragen, dass Gleisanschlüsse erhalten bleiben oder sogar reaktiviert werden, dass sich den Unternehmen neue Alternativen für den Gütertransport bieten und dass damit die Attraktivität der Gewerbestandorte steigt. Mit der Funktion wird bewusst eine externe Fachkraft zunächst für ein Jahr beauftragt. Nach Ablauf dieser Zeit erfolgt eine Zwischenbilanz, die die Nutzung des Angebots evaluiert. Auf dieser Grundlage wird dann über die Fortführung entschieden.

"Wir erhoffen uns, dass es mit Hilfe des externen Schienencoachs gelingt, den Transport von Gütern wieder mehr auf die Schiene zu verlagern und insgesamt das Schienennetz zu erhalten oder sogar auszubauen, was auch zu einem besseren Angebot beim Personenverkehr führen kann. Nachdem wir mit der Radwegeoffensive schon viele Verbesserungen für die Radfahrer in der Region auf den Weg gebracht haben, machen wir nun mit dieser Initiative für die Schiene den nächsten Schritt zu einer zeitgemäßen Mobilitätsinfrastruktur in der Region", so Kötter.

Foto: Regionalverband FrankfurtRheinMain

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